7 typische Sommerkrankheiten

Das ganze Jahr haben wir darauf gewartet: Sommer, Sonne, Strand und Meer. Und dann das: die Nase läuft, der Hals brennt, das Fieber steigt. Im Urlaub lauern Bakterien, Keime und Viren an jeder Ecke. Lassen Sie sich die schönsten Tage des Jahres nicht vermiesen und schützen Sie sich vor den häufigsten Sommerkrankheiten.

Regel Nr. 1 für immer und überall:
Möglichst häufig Hände waschen. Das beseitigt die Mehrzahl der Erreger. Doch erwischt? Dann hilft: Viel trinken – am besten Wasser oder leicht gekühlte Kräutertees. Mit Salbei- oder Thymiantee gurgeln und die Schleimhäute feucht halten. Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist eine der bekanntesten Heilpflanzen bei Erkältung und grippalem Infekt. Echinacea-Tropfen, -tee, -tinkturen und Globuli bekommen Sie in Ihrer Apotheke. Bei Fieber empfiehlt die Homöopathie Belladonna D12 als Akutmittel. Trockenen Husten bekämpfen Sie mit Bryonia D12. Haben Sie das Gefühl, Ihr Schädel platzt? Dann brauchen Sie Gelsemium D6. Gegen die Abgeschlagenheit bei einer Sommergrippe hilft Schüßler-Salz Nr. 5 Kalium phosphoricum.

 

1. Sommergrippe

Draußen sommerliche Hitze, innen fröstelt es uns in klimatisierten Räumen. Schon hat es uns eiskalt erwischt. Um vorzubeugen, sollten Sie Klimaanlagen nie kälter als 6 Grad zur Außentemperatur einstellen. Auch wenn es heiß draußen ist, vergessen Sie nicht, eine leichte Jacke und ein Halstuch für die kühleren Abendstunden mitzunehmen.

 

2. Sonnenbrand

Ein Sonnenbad in Ehren. Aber übertreiben Sie es nicht. Jeder Sonnenbrand schädigt die Hautzellen und erhöht das Hautkrebsrisiko. Eincremen mit einer Sonnenschutzcreme mit hohem UVFilter ist deshalb Pflicht – auch wenn Sie sich im Schatten aufhalten. Geizen Sie nicht mit der Salbe und cremen Sie regelmäßig nach.

Empfindliche Hautpartien schützen Sie zusätzlich mit dünner, luftiger Kleidung. Ist die Haut am Abend doch rot und spannt? Dann ist das Gel der Aloe vera-Pflanze das Mittel Ihrer Wahl. Lavendelöl nimmt den Schmerz. Besser ist noch Lavendel-Pflanzenwasser im Zerstäuber. Lauwarme Kompressen mit Schwarztee oder kühle Quarkwickel lindern den leichten (!) Sonnenbrand. Die Homöopathie empfiehlt Belladonna D12. Das Schüßler-Salz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum) gibt es auch als Salbe. Die Sonnenbrandbehandlung hat jedoch Grenzen: Bei Fieber, Hautblasen und Schüttelfrost müssen Sie zum Arzt.

Lesen Sie auch hier im Blog weitere Artikel zum Thema Sonnenbrand.

 

3. Sonnenstich

In der Sonne eingeschlafen? Dann plagen Sie mit Sicherheit Kopfschmerzen, Schwindel und Benommenheit. Vorsicht: Mit einem Sonnenstich ist nicht zu spaßen. Spätestens, wenn Übelkeit, Schüttelfrost und eine Bewusstseinstrübung hinzukommen, brauchen Sie einen Arzt.

Sind die Beschwerden nur leicht, hat die Homöopathie diverse Mittel für Sie: Aconitum C30, Apis C30 oder Belladonna C30. Ein kaltes Tuch im Nacken senkt die Hitze im Körper. Keinen Eisbeutel nehmen. Auf jeden Fall sollten Sie sich an einem kühlen Ort hinlegen, den Kopf erhöht lagern und mit Wasser oder lauwarmem Tee den Flüssigkeitsverlust wieder ausgleichen.

 

4. Blasenentzündung

Zu lange im nassen Badeanzug gesessen, Keime im Freibad, ein geschwächtes Immunsystem. Für eine Blasenentzündung gibt es viele Auslöser. Frauen trifft es häufiger als Männer. Was tun bei Schmerzen beim Wasserlassen, Krämpfen im Unterleib und häufigem Harndrang?

Goldrutenkraut ist eine uralte Heilpflanze, die schon in der Klostermedizin bei Blasenproblemen eingesetzt wurde. Extrakte aus Birken-, Brennnessel- und Bärentraubenblättern finden sich häufig in Arzneien und Apothekenprodukten, die Sie von den lästigen Beschwerden befreien.

Ebenfalls in Ihrer Apotheke erhältlich sind die homöopathischen Mittel bei einer akuten Blasenentzündung: Apis mellifica D12, Belladonna D12, Cantharis D12. Ein wärmendes Kirschkernkissen tut sein Übriges. Viel trinken sollte selbstverständlich sein.

 

5. Fußpilz

In der Sauna, im Schwimmbad und in der Sammeldusche. Überall, wo Menschen barfuß unterwegs sind, hinterlassen sie Hautschüppchen und eventuell auch Fadenpilze. Im feuchten Milieu können sich die Dermatophyten besonders gut vermehren. Aufgeweichte Haut vom Baden und kleine Verletzungen öffnen den Erregern Tür und Tor. Wenn es unter den Fußsohlen oder zwischen den Zehen brennt und juckt, hat sich der Fußpilz an Ihre Fersen geheftet.

Tragen Sie deshalb in Nassbereichen immer Badeschuhe. Auch im Hotelzimmer. Zu enges und obendrein synthetisches Schuhwerk ist besonders im Sommer eine Brutstätte für Fadenpilze. Gönnen Sie Ihren Füßen lieber Naturmaterialien und viel trockene, frische Luft.

Hat sich der Fußpilz eingenistet, wie werden Sie ihn dann wieder los? Teebaumöl (Melaleuca alternifolia) ist bekannt für seine pilzabtötende Wirkung. Ätherisches Teebaumöl und -hydrolat erhalten sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke. Ein Fußbad mit einer Kräutermischung aus Thymian, Salbei und Schwarztee lindert das Brennen und Jucken. Acidum hydrofluoricum D6 aus der Homöopathie kann die Maßnahme unterstützen.

 

6. Salmonellen

War es das Milcheis vom Straßencafé oder stand die Grillsoße zu lange in der Sonne? Das Tückische ist: Keime in Lebensmitteln schmeckt man oft gar nicht. Nur wenige Stunden später spürt man es: Mit einem Grummeln im Bauch beginnt es. Dann kommen Krämpfe und Übelkeit hinzu. Das homöopathische Mittel bei Erbrechen nach verdorbenem Essen ist Arsenicum album D12. Schüßler- Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum fördert die Ausscheidung von Giftstoffen. Besser als die Behandlung ist natürlich die Vorbeugung. Gerade im Sommer sollten Sie darauf achten, dass bei Nahrungsmitteln die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Obst und Gemüse immer gut abwaschen. Im Urlaub in fremden Ländern Getränke ohne Eiswürfel bestellen.

 

7. Reisekrankheit

Seegang auf dem Schiff, kurvenreiche Straßen, stickige Luft im Reisebus. Wem auf dem Weg in den Urlaub schnell schlecht wird, der kann rechtzeitig vorbeugen. Zum Beispiel mit Schüßler-Salz Nr. 8 Natrium chloratum. Oder Sie machen es wie die Seefahrer zu früheren Zeiten: Kauen Sie auf einem Stück Ingwerwurzel und wappnen Sie sich vor der Seekrankheit.

 

Leisure Sickness Syndrom

Kennen Sie das „Leisure Sickness Syndrom“ (keine eigenständige Krankheit)?
Sobald der Stress von den Schultern fällt, schnappen die Erreger zu. Die „Freizeitkrankheit“ hat schon so manchem die wohlverdienten Ferien verhagelt. Meist trifft es die, die auch im Urlaub nicht Nein sagen können. Perfektionisten, die in einer Auszeit das schlechte Gewissen plagt. Loslassen heißt das Zauberwort. Das gelingt am besten, wenn Sie sich schon im Alltag regelmäßig Entspannungsinseln gönnen und nicht erst dann, wenn es allerhöchste Eisenbahn ist. Das kann der Feierabendspaziergang sein, ein Wellness-Wochenende oder die entspannten Lesestunden nach Dienstschluss. Müßiggang statt Hamsterrad. Denn es ist der Dauerstress, der krank macht.

 

Diese Globuli gehören unbedingt in Ihre Reiseapotheke:

  • Cocculus D12 bei Schwindel, Übelkeit und Jetlag.
  • Petroleum D12 eine Stunde vor Reiseantritt einnehmen.
  • Tabacum D12 bei Übelkeit, Kreislaufbeschwerden und Ohrensausen.
  • Borax D12 bei Angst vor Landeanflug mit Schwindel und Übelkeit.

PS: Mehr zum Thema Reiseapotheke hier im Blog.

 

 

Genießen Sie lieber Ihren Urlaub statt krank das Hotelbett zu hüten. Unser Apothekenteam stellt Ihnen gerne Ihre persönliche Reiseapotheke zusammen und berät Sie vor und nach, ja sogar während dem Urlaub. Wir können Ihre Bestellung auch versenden. Sprechen Sie uns an.

 

 

Text mit freundlicher Genehmigung der S & D Verlag GmbH. Das komplette „Naturheilkunde & Gesundheit“ Heft bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke.