Hautpflege für die Zeichen der Zeit

Falten machen ein Gesicht erst schön.

Sie sind Spuren des Lebens. Deshalb sollten wir die Zeichen der Zeit akzeptieren und unsere Schönheit unterstreichen mit Pflegeprodukten von A wie Aloe Vera bis Z wie Zaubernuss.

Von Stefanie Deckers.

Falten sind nicht gleich Falten. Deshalb sprechen wir nicht per se von Hautalterung. Es gibt Falten, die aufgrund unserer Wesensart entstehen. Lachfalten wirken sympathisch, weil sie eine positive Lebenseinstellung ausstrahlen. Denkerfalten zeugen von einem tiefgründigen Geist. Und dann kennen wir noch Ausdrücke wie Sorgen- oder Zornesfalten. Mimik prägt sich ein – das ganze Leben hinterlässt seine Spuren im Gesicht. Auf manche Faltenarten haben wir wenig Einfluss. Andere können wir verhindern, vielleicht sogar ein wenig glätten.

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Lachfalten

Mit diesen Falten sollten Sie sich anfreunden. Sie verraten eine positive Lebenseinstellung und ein heiteres Gemüt. Lachfalten bilden sich meist schnell wieder zurück, aber nur solange die Haut gut mit Feuchtigkeit versorgt ist. Trockene Haut neigt dazu, knitterig auszusehen. Je länger der Feuchtigkeitsmangel besteht, desto mehr können sich Trockenheitsfältchen einprägen.

Da die Haut rings um die Augen besonders dünn ist und wenig Fettpolster hat, braucht sie viel Pflege. Augenpflegecremes und -gele mit Aloe Vera versorgen die sensible Haut rings um die Augen mit Feuchtigkeit und haben einen straffenden Effekt. Für ein entspanntes Hautgefühl sorgen Pflegeöle mit Avocado- oder Jojobaextrakten. Wirkstoffkombinationen aus Hyaluronsäure und Panthenol (Provitamin B5) können helfen, die Elastizität der Haut zu erhöhen. Regelmäßig anwenden und das Lachen nicht vergessen. Denn diese Falten wirken sympathisch. Etwas Pflege schadet trotzdem nicht.

Sorgenfalten

Das Gesicht ist ein Spiegelbild unserer Emotionen. Nicht nur für den Moment, auch dauerhaft, wenn viele Sorgen im Leben das Gesicht zeichnen. Wer großen Kummer erleiden muss, hat oft tiefe Furchen auf der Stirn.

Sorgenfalten entstehen durch häufige Bewegungen des großen Stirnmuskels. Die Denkerstirn mit ihren quer verlaufenden Falten kann sich schon in jungen Jahren zeigen und lässt Menschen älter wirken, als sie in Wirklichkeit sind.

So tiefe Mimikfalten lassen sich nicht so leicht wegcremen. Mit Pflegeprodukten, die die Haut entspannen, können Sie es versuchen. Granatapfelkernöl hilft der Zellerneuerung. Die enthaltenen Polyphenole sollen der Haut helfen, sich zu regenerieren. Cremes und Seren mit Vitamin A und E versorgen die Haut mit wichtigen Nährstoffen.

Wenn Sie Sorgenfalten kaschieren möchten, dann entscheiden Sie sich lieber für eine BB-Creme mit cremiger Textur. Ist das Produkt zu pudrig, setzt es sich in den Falten ab und betont sie obendrein. Dann war die ganze Arbeit umsonst.

Konzentrationsfalten

Sie zeigen sich, wenn wir hochkonzentriert arbeiten. Die beiden Senkrechtfalten zwischen den Augenbrauen heißen auch Zornesfalten, weil sie einen Menschen unfreundlich erscheinen lassen. Zu Unrecht: Denn Konzentrationsfalten sind ein Zeichen dafür, dass wir gespannt zuhören, interessiert lesen oder Schmerzen haben.

Konzentrationsfalten können vererbt sein. Manchmal bilden sie sich schon in der Jugend und prägen sich mit der Zeit immer tiefer aus.

Straffende Cremes und Seren aus der Apotheke mit Hyaluron oder Nachtkerzenöl können Abhilfe schaffen. Konsequente Anwendung ist Voraussetzung. Bei der Neigung zu Konzentrationsfalten gilt: Gesichtszüge bewusst entspannen, damit sich die Falten nicht weiter vertiefen.

Nasolabialfalten

Großer Gewichtsverlust macht auch vor den Gesichtszügen nicht halt. Vor allem zwischen den Nasenflügeln und den Mundwinkeln. Sogenannte Nasolabialfalten sind feine Linien und hinterlassen mit der Zeit immer tiefere Spuren im Gesicht. Denn diese Gesichtsregion ist meist im Dauereinsatz: beim Sprechen, beim Essen und beim Lachen.

Tiefe Nasolabialfalten im Alter können ein Gesicht verhärmt wirken lassen. Deshalb ist eine gute Feuchtigkeitspflege schon in jungen Jahren das A und O. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach Produkten mit Mandel- oder Olivenöl. Algenextrakte und Meeresmineralien sorgen für langanhaltende Frische im Gesicht.

Marionettenfalten

Angela Merkel ist ein berühmtes Beispiel für ein Gesicht mit Marionettenfalten. Senkrechtfalten von den Mundwinkeln bis zum Kinn können einen missmutigen Ausdruck verleihen. Die Marionettenfalten haben ihren Namen, weil viele Gelenkpuppen zum „Sprechen“ einen beweglichen Unterkiefer bekommen. Manchmal ist die tiefe Hautfurche – auch Mentolabialfalte genannt – eine Verlängerung der Nasolabialfalte. Dann wirkt die Mimik traurig. Erste Hilfe kann ein Lächeln im Gesicht sein.

Ihr Apotheker weiß Rat:

Fragen Sie nach Pflegeprodukten mit Tiefenwirkung. Reife Haut freut sich über Elixiere mit Rosenwasser. Je trockener die Haut ist, desto intensiver sollte die Pflege sein. Sanddorn wirkt aufbauend. Gut ist ein Gesichtswasser mit Hamamelis-Extrakten. Hamamelis, auch Zaubernuss genannt, gibt einen frischen Teint und lenkt von Falten ab.

Für eine glatte Haut

Eine entspannende Hautpflege kann wie ein Jungbrunnen wirken. Ewige Jugend gibt es dennoch nicht.

Um möglichst lange eine glatte Haut zu behalten, können Sie versuchen, hautschädigende Faktoren zu vermeiden:

UV-Strahlen machen auf Dauer Falten und lassen die Haut wie Leder erscheinen.

Rauchen verringert die Sauerstoffversorgung der Haut und raubt ihr die nötige Feuchtigkeit.

Ernährung und Schlaf spielen ebenfalls eine Rolle.

Auch Stress lässt uns mitunter ganz schön alt aussehen.

Entspannung, viel frische Luft und ein gesunder Lebensstil ergeben die Formel für einen frischen Teint.

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Naturheilkunde & Gesundheit 2/19
Text mit freundlicher Genehmigung der S & D Verlag GmbH. Das komplette „Naturheilkunde & Gesundheit“ Heft bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke.