Heilende Blüten

Rosen, Lavendel, Ringelblumen & Co. erfreuen nicht nur durch ihren Duft oder mit ihren prächtigen Farben. Richtig angewendet, entfalten sie eine heilende Wirkung.

 

Blüten kommen unterschiedlich zum Einsatz

Aromatherapie
Stark duftende ätherische Öle der Blüten werden in der Aromatherapie verwendet. Eine Aufnahme von ätherischen Ölen und Düften geschieht über Haut und Schleimhäute, geschieht über Haut und Schleimhäute. Über das Nervensystem entfalten sie eine heilende entspannende, schmerzlindernde oder stimulierende Wirkung und bringen Gesundheit und Wohlbefinden. In der Aromatherapie werden ätherische Öle folgendermaßen angewendet: In der Duftlampe, als Inhalation, im Massageöl, im Vollbad oder mithilfe von Kompressen.
PS: Lesen Sie auch unseren Aromatherapie Artikel.

Phytotherapie
Die Phytotherapie bzw. Kräutermedizin hilft sanft bei körperlichen und seelischen Beschwerden. Pflanzenteile, darunter Blüten, werden eingesetzt als Frischpflanzen, als Drogen (getrocknete Pflanzen) oder als Extrakte, die zu Tee, Kapseln, Tropfen oder Salben verarbeitet werden.
PS: Interessieren könnte Sie hierzu auch unser Artikel „Frauenkräuter für jede Lebensphase“.

Homöopathie
Die Heilmethode Homöopathie eignet sich zur Behandlung zahlreicher gesundheitlicher Probleme, wie häufig wiederkehrende Infekte, Allergien, chronische Schmerzzustände, hormonelle Störungen, Erkrankungen von Haut, Magen, Darm, Kreislauf- und Nervensystem, des Bewegungsapparates und der Atemwege. Die homöopathische Arznei kann als Information verstanden werden, die eine Selbstregulation des Körpers in Gang setzt. Homöopathika sind als Tropfen, Tabletten, Pulver und als Globuli (Kügelchen) in der Apotheke rezeptfrei erhältlich.
PS: Vertiefende Informationen finden Sie im Artikel „Homöopathie – ein Steckbrief“.

Bachblüten
Nach Auffassung des englischen Arztes Dr. Edward Bach (1886–1936) können Störungen auf emotionaler, geistiger oder seelischer Ebene, organische Störungen und Krankheiten nach sich ziehen. Intuitiv entwickelte er die Bachblüten-Therapie, indem er Seelenzustände des Menschen einigen Blüten und Pflanzenteilen zuordnete. Die Energien und die feinstoffliche Heilpotenz der Blüten sollen eine positive Wirkung auf die Psyche haben und für eine innere Balance sorgen. Für die 38 Bachblüten gibt es genaue Herstellungsvorschriften, die im Britischen Homöopathischen Arzneibuch (British Homoepathic Pharmacopoeia) stehen.
PS: Hierzu folgt demnächst ein eigener Artikel in unserem Blog.

Spagyrik
Das ganzheitliche Naturverfahren Spagyrik baut auf den Grundprinzipien der Alchemie auf. In mehreren Laborschritten entsteht ein feinstoffliches, energetisch hochaktives Heilmittel, das regulierend auf die Steuerungsprozesse des Organismus einwirkt. Der Mensch ist gesund, wenn die „alchemistischen Prinzipien“ im Einklang sind. Spagyrische Heilmittel können die Balance zwischen Sal (Körper), Sulfur (Seele) und Mercurius (Gerist) wiederherstellen. Spagyrische Arzneimittel eignen sich gut für die Prophylaxe und Selbstmedikation. Sie sind wirksam bei Nervenproblemen, Schlafstörungen, Unruhe, Schmerzen, Rheuma, Husten, Grippe, Schnupfen oder Hautekzemen.
PS: Die Abgrenzung der Spagyrik zur Homöopathie behandelt auch der Artikel„Homöopathie – ein Steckbrief“.

Anthroposophische Medizin
Veränderungen des Körpers werden als Ausdruck seelischer und geistiger Prozesse verstanden und sind keine zufällig auftretenden Fehlfunktionen. Daher können Krankheiten nie pauschal beurteilt oder therapiert werden und der Patient übernimmt eine Verantwortung für die eigene Gesundheit. Die Anthroposophische Medizin erweitert ganz bewusst die Schulmedizin, sieht sich als ganzheitliche Ergänzung und steht in enger Beziehung zu einigen traditionellen medizinischen Konzepten, wie klassische Verfahren der Naturheilkunde oder der Homöopathie.

Kosmetik
Blüten sind nicht nur wertvoll für die Gesundheit. Ihre wertvollen Essenzen tun Haut und Haaren gut und unterstützen die Schönheit. Die Extrakte verschiedener blühender Pflanzen unterstützen sich gegenseitig. Für Pflegeprodukte werden die Blüten unterschiedlich verarbeitet. Blüten können in Öl, Wasser oder Alkohol eingelegt werden, und um ätherische Öle zu gewinnen, lässt man Wasserdampf durch die Blütenblätter strömen.

 

Beliebte Blumen

Arnika
Die gelbblühende Heilpflanze Arnika (Arnica montana), auch Bergwohlverleih genannt, wird bei Prellungen, rheumatischen Beschwerden, Muskel- und Gelenkbeschwerden als Wickel, Salbe, Fluid oder Tinktur eingesetzt. Ihr Öl wirkt entzündungshemmend sowie schmerzlindernd. In homöopathischen Dosen hilft Arnika in Form von Globuli.

Augentrost
Die Heilpflanze Augentrost (Euphrasia officinalis) lindert als traditionelles Heilmittel Husten, Schnupfen und Verdauungsbeschwerden und ist die klassische Heilpflanze für Augenprobleme. Wenn Pollen die Augen stressen, die Bindehaut entzündet ist oder bei einer Überanstrengung der Augen, lindern Extrakte von Euphrasia Irritationen. Heilmittel gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis beruhigen die gerötete Bindehaut, helfen bei geröteten Lidern und lassen tränende Augen, Rötungen, Brennen und Juckreiz rasch und schonend abklingen.

Echinacea
Roter Sonnenhut (Echinacea purpurea) mobilisiert körpereigene Abwehrkräfte und stärkt deutlich das Immunsystem. Die Heilpflanze kräftigt wirkungsvoll das Körpergewebe und verstärkt den Schutz gegen das Eindringen von Bakterien. Echinacea wird zur unterstützenden Behandlung häufig wiederkehrender Atemwegs- und Harnwegs- Infekte sowie äußerlich bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Zur Verfügung stehen Tinkturen, Tabletten und Presssaft. Echinacea wird auch in der Homöopathie eingesetzt.

Lavendel
Als Tee oder Tinktur, als ätherisches Öl in der Duftlampe, in Kräuterkissen, im Badezusatz oder im Massageöl lindert Lavendel (Lavandula officinalis) eine nervöse Unruhe und entspannt bei Hektik und Stress. Lavendel stärkt Kreislauf und Herz und sorgt für einen guten Schlaf! Mit seiner antiseptischen Wirkung mindert Lavendel in Cremes, Salben und Lotionen Hautreizungen, pflegt die Haut, ist ausgleichend, beruhigend und harmonisierend.

Holunder
Bei einer akuten Erkältung wird aus den Blüten vom schwarzen Holunder (Sambucus nigra) ein schweißtreibender Tee zubereitet. In der Volksmedizin wird dieser Tee zur „Blutreinigung“ bei Hautunreinheiten, Schlaflosigkeit und schlechtem Körpergeruch eingesetzt und soll gegen Rheuma und Gicht unterstützend wirksam sein.

Veilchen
Wohlriechende Veilchen (Viola odorata) werden in der Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin in Form von Globuli, als Tropfen, Tee oder Sirup, bei Beschwerden der Atemwege, bei Husten, Bronchitis, Kopfschmerzen, rheumatischen Erkrankungen, Ohrenschmerzen, Schlaflosigkeit und bei Hautunreinheiten genutzt. Das meist tiefviolett blühende Duftveilchen wirkt blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, entzündungshemmend und schweißtreibend.

Johanniskraut
Ein Tee aus Johanniskraut (Hypericum perforatum) wirkt stimmungsaufhellend. Johanniskraut hat sich bei Nervenentzündungen und Nervenschmerzen bewährt. Das Einreiben mit Johannisöl (Rotöl) oder einer zubereiteten Urtinktur nimmt die Schmerzen und lässt die Stelle auf der Haut schneller heilen. Nur in der Apotheke sind klinisch geprüfte und apothekenpflichtige Johanniskrautpräparate erhältlich.

Kamille
Kamille (Matricaria recutita) ist krampflösend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, antibakteriell und wundheilungsfördernd. Für Zubereitungen aus Kamille gibt es diverse Anwendungsgebiete wie Zahnfleischentzündung, Halsentzündung, Erkältung, Schnupfen, Husten und Hämorriden. Kamille lindert Verdauungsbeschwerden und hilft bei entzündlichen Darmerkrankungen. Es wirkt gegen Hautirritationen und lässt Rötungen abklingen. In Shampoos verstärkt Kamillenextrakt die hellen Lichtreflexe im Haar.

Kapuzinerkresse
Enthaltene scharfe Senföle wirken leicht antibakteriell und antibiotisch, hemmen die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen. Daher ist Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ein unterstützendes Heilmittel bei Bronchitis, Grippe, Erkältungen und Infekten der Harnwege. Angewendet werden Presssaft, Frischpflanzentinktur oder ein pflanzliches Antibiotikum, bestehend aus einer Kombination der Heilpflanzenstoffe aus Kapuzinerkresse und Meerrettich. Aufgrund seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften hilft Kapuzinerkresseextrakt auch äußerlich bei leichten Muskelschmerzen und bei Prellungen. In der Spagyrik wird Kapuzinerkresse eingesetzt bei Infektionen der Atemwege und der Harnwege sowie bei Akne.
Lesen Sie auch: Senföle aus Großer Kapuzinerkresse und Meerrettich, ein natürliches Antibiotikum

Rose
Die Blüten von Rosen (Rosa centifolia) werden zur Gewinnung von kostbarem Rosenöl und Rosenwasser verwendet. Rosenöl, vorwiegend aus der Damaszener-Rose, ist Grundlage vieler Kosmetika, Parfums und wird zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Es enthält wertvolle Inhaltsstoffe, die die Haut straffen und helfen Feuchtigkeit zu binden und die Abwehrkräfte zu stärken. Das bei der Destillation anfallende Rosenwasser wirkt porenverfeinernd und entzündungshemmend.

Holunder
Bei einer akuten Erkältung wird aus den Blüten vom schwarzen Holunder (Sambucus nigra) ein schweißtreibender Tee zubereitet. In der Volksmedizin wird dieser Tee zur „Blutreinigung“ bei Hautunreinheiten, Schlaflosigkeit und schlechtem Körpergeruch eingesetzt und soll gegen Rheuma und Gicht unterstützend wirksam sein.

Veilchen
Wohlriechende Veilchen (Viola odorata) werden in der Naturheilkunde und Erfahrungsmedizin in Form von Globuli, als Tropfen, Tee oder Sirup, bei Beschwerden der Atemwege, bei Husten, Bronchitis, Kopfschmerzen, rheumatischen Erkrankungen, Ohrenschmerzen, Schlaflosigkeit und bei Hautunreinheiten genutzt. Das meist tiefviolett blühende Duftveilchen wirkt blutreinigend, harntreibend, schleimlösend, entzündungshemmend und schweißtreibend.

 

Lassen Sie sich bei der Auswahl und Anwendung in Ihrer Apotheke beraten! Sprechen Sie uns an.

 

Text mit freundlicher Genehmigung der S & D Verlag GmbH. Das komplette Naturheilkunde und Gesundheit Heft bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke.
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