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Vitalstoffe - Bausteine der Gesundheit
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Das Fundament

Energiewert und Nährstoffgehalt der Nahrung müssen ausgewogen auf den individuellen Bedarf abgestimmt sein. Sowohl Mangel als auch Überfluß gefährden Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Alarmierend in diesem Zusammenhang ist die meist viel zu hohe Kalorienzufuhr bei gleichzeitigem Mangel an Vitalstoffen.

Deshalb gehören gesunde Ernährung plus Vitamine, Vitaminoide, Antioxidantien, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren zum Fundament der Orthomolekularen Medizin.

An dieser Stelle folgen einige sehr wirksame orthomolekulare Ernährungsregeln, die eigentlich jeder -ohne Einbuße an Lebensfreude und Lebensqualität langfristig durchhalten kann:

  1. Zuckerverbrauch reduzieren! Das gilt für Zucker in jeder Form: Haushaltszucker, brauner Zucker, Honig, "versteckter Zucker" in Desserts und Getränken. Früher nahm der Mensch nur 10-20 g Zucker pro Tag zu sich, heute das Zehnfache.
  2. Essen, was schmeckt. Vorausgesetzt die Ernährung ist vielseitig, vollwertig und nicht zu fett- und kalorienreich.
  3. Fleisch und Eier sind gute Nahrungsmittel, aber weniger davon ist besser für die Gesundheit.
  4. Mehr frisches Obst, Salat und Gemüse verzehren.
  5. Öfter Fisch statt Fleisch essen.
  6. Reichlich Mineralwasser trinken, pro Tag ca. 1,5 bis 2,5 Liter.
  7. Alkohol- und Nikotingenuß reduzieren oder ganz einstellen.
  8. Orthomolekulare Substanzen zur Ergänzung des Vitalstoffbedarfs in den Ernährungsplan aufnehmen.

(Achtung: Diese Ernährungsregeln gelten nicht für die spezifische Ernährungssituation bei Stoffwechselstörungen, z.B. Diabetes mellitus.)

Wie schon erwähnt, sind mehr als 40 Vitalstoffe notwendig, damit der Stoffwechsel in unserem Körper reibungslos funktioniert. Da sie der menschliche Organismus nicht bzw. einige wenige nur in unzureichender Menge selbst bilden kann, müssen sie als Mikronährstoffe über Nahrung oder Nahrungsergänzung zugeführt werden. Vitalstoffe sind lebenswichtig, z.B. zur Stärkung der körpereigenen Abwehrhaft, zur Unterstützung der Zellregeneration, zum Aufbau von Knochen- und Muskelgewebe, um nur einige der wichtigsten Aufgaben zu nennen.

Vitamine

Vitamine sind chemisch gesehen völlig unterschiedliche Substanzen organischen Ursprungs, denen aber eines gemeinsam ist: Sie sind essentielle, d.h. lebenswichtige Substanzen. Mangel führt zu Gesundheitseinbußen, völliges Fehlen sogar zum Tod, wie die klassischen Vitaminmangel-Krankheiten in der Vergangenheit oft genug bewiesen haben:
Skorbut-Mangel an Vitamin C
Rachiris-Mangel an Vitamin D
Beriberi-Mangel an Vitamin B (Thiamin)
Pellagra-hauptsächlich Mangel an Vitamin B (Niacin)
Perniziöse Anämie-Mangel an Vitamin B12 (Cobalamin)

Zum Glück konnten die Krankheitsursachen in der letzten 100 Jahre erforscht und überwunden werden.

Mangel im Überfluß

Zwar sind Eiweiß- und Kalorienzufuhr ausreichend, aber die Vitamin-Versorgung vieler Menschen ist nicht so optimal, wie sie nach den heutigen Erkenntnissen sein könnte. "Bild der Wissenschaft" (3, 88) sprach von einem Mangel im Überfluß. Nur ein Viertel der Bevölkerung nimmt die empfohlene Tagesdosis von 12 mg Vitamin E zu sich, so die Ergebnisse des WHO-Monica-Projektes im Raum Augsburg. In den neuen Bundesländern sieht es nicht besser aus. Dort wird nur von 50 Prozent die empfohlene Vitamin C-Menge erreicht.

6 Stufen abwärts ins Defizit

Das Stufen-Schema des Vitaminforschers Brubacher verdeutlicht eindrucksvoll, daß sich Vitamindefizite schleichend und lange Zeit unbemerkt entwickeln, bis sie schließlich zum Gesundheitsrisiko eskalieren.

Stufe 1:
Die Vitaminspeicher im Gewebe werden teilweise entleert. Laborwerte und Gesundheitszustand sind zunächst noch unverändert.

Stufe 2:
Verstärkt werden die körpereigenen Reserven aufgezehrt Die Laborwerte zeigen verminderte Vitaminausscheidung im Urin. Der Blutspiegel bleibt jedoch immer noch unverändert. Leichtere Befindlichkeitsstörungen können auftreten.

Stufe 3:
Vitaminabhängige Enzymreaktionen verlaufen eingeschränkt. Die Blutspiegelwerte zeigen leichte Veränderungen. Körperliche, geistige und psychische Belastbarkeit lassen nach. Langfristig gesehen, können bereits auf den ersten drei Stufen die Ursachen späterer chronischer Erkrankungen entstehen.

Stufe 4:
Obwohl der Vitaminspiegel auch jetzt noch keinen dramatischen Abfall der Vitamin-Werte aufzeigt, machen sich zunehmende Einbußen des Gesundheitszustandes bemerkbar, z.B. erhöhte Infektanfälligkeit, verschlechtertes Allgemeinbefinden, nervöse Beschwerden nachlassende Belastbarkeit, vermindertes Dunkelheitssehen, Kopfschmerzen etc.

Stufe 5:
Charakteristische Mangelsymptome werden offensichtlich. Bei entsprechender Vitaminzufuhr besteht aber die Chance, daß sie sich wieder beheben lassen.

Stufe 6:
Es entstehen nicht mehr umkehrbare Gewebe- und Organschäden, die zu schweren bleibenden Krankheitszuständen bzw. zum Tod führen.

Das Stufen-Schema zeigt, mit absoluter Sicherheit läßt sich ein Vitaminmangel erst bei schweren klinischen Mangelzuständen am Blutspiegel ablesen, also viel zu spät. Die Vitaminspeicher der Zellen können längst leer sein, obwohl der Blutspiegel noch "normal" ist. Für den vorausschauenden, gesundheitsbewußten Menschen ergibt sich daraus als Konsequenz: die tägliche Ernährung regelmäßig durch zusätzliche Vitaminzufuhr, quasi als Sicherheitsdiät, zu ergänzen.

Bedarf und Versorgung

Ohne es zu wissen, benötigen viele Menschen mehr Vitamine, als sie zu sich nehmen. Vor allem in speziellen Lebensphasen, in denen der Vitaminbedarf besonders hoch ist:
-während der Wachstumsphase bei Kindern und Jugendlichen
-in Zeiten erhöhter geistiger und körperlicher Anstrengung
-in Schwangerschaft und Stillpenode
-in den Wechseljahren
-im Alter und bei Krankheit

Eine Risikogruppe der Vitaminversorgung stellen außerdem Raucher und Alkoholiker dar. Nicht nur, daß das Genußgift den Vitaminverbrauch erhöht, meist kümmern sich diese Menschen auch besonders wenig um eine gesunde, vollwertige Ernährung, so daß sich hier die negativen Auswirkun- gen sozusagen kumulieren.

Vitamindosierung

Wieviel Vitamine braucht der Mensch ? Bei Ernährungswissenschaftlern und Medizinern setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, daß die offiziellen Vitaminempfehlungen, wie sie auch die nachfolgende Tabelle zeigt, nur zur Verhütung von Mangelerscheinungen ausreichen. Auch wenn über die Größenordnung der Vitamindosen noch diskutiert wird, eines steht fest: Vitamine in Optimalversorgung im Sinne von Lebensverlängerung und Schutz vor chronischen Erkrankungen müssen weit höher, als bisher angenommen, dosiert werden.

Vitamin C
In Bezug auf Einsatzmöglichkeiten und Dosierung haben sich gerade bei diesem Vitamin in den letzten Jahren ganz neue Erkenntnisse aufgetan. Danach ist klar, Vitamin C kann mehr als vor Erkältung schützen. Die größte Bedeutung liegt in seiner antioxidativen Wirkung (Ausführlicheres über Antioxidantien im gleichnamigen Kapitel). Zahlreiche Ergebnisse der Grundlagenforschung weisen darauf hin, daß hochdosiertes Vitamin C eine Schutzwirkung gegen Krebs hat. Beispielsweise kann Vitamin C die giftigen Auswirkungen durch Schwermetallbelastung verringern. Außerdem verhindert Vitamin C die Nitrosaminbildung aus Nitraten, die über stark gedüngte landwirtschaftliche Produkte in die Nahrung gelangen. Wie hoch die ideale Vitamin C-Versorgung für einen krankheitsvorbeugenden Effekt angesetzt werden muß, wird immer wieder diskutiert. Nach Pauling ist die schlechte Vitamin C-Versorgung mitverantwortlich für arteriosklerotische Gefäßveränderungen, einem schwerwiegenden Risikofaktor des Herzinfarkts. Legt man die Bedarfszahlen der menschlichen Entwicklungsgeschichte zugrunde, dann ist die tägliche Dosis von 500 mg eine optimale Größe. Wissenschaftler stellten fest, daß dies die Tagesdosis des vorzivilisatorischen Menschen war.

Vitamin B-Komplex
Den Vitaminen der B Gruppe ist eines gemeinsam, es sind Substanzen mit wichtigen Stoffwechselfunktionen im Bereich der Nerven. Stellvertretend hier einige Informationen über das nervenfreundliche Vitamin B. Ein latenter Mangel ist relativ häufig bei Nervenstörungen, Darmerkrankungen, Alkoholismus oder Reduktionsdiäten. Aber auch Schwangere, Leistungssportler und ältere Menschen bekommen oft zu wenig Vitamin B. Eine Zusatzversorgung ist zu empfehlen.

Vitamin A
Ist den meisten als "Augenvitamin" bekannt. Das hängt damit zusammen, daß Vitamin A-Mangel zu Sehstörungen, in schweren Fällen sogar zu Blindheit führt. In den Industriestaaten sind Unterversorgung Mangelsymptome allerdings selten. Warum sollte also bei uns einer guten Vitamin A-Zufuhr mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden? Vitamin A wirkt vorbeugend bei verschiedenen Krankheitszuständen. Denn es hat wichtige Aufgaben im Team der Antioxidantien (mehr dazu im gleichnamigen Kapitel).

Vitamin E
In hoher Dosierung hat dieses Vitamin, ähnlich wie Vitamin C, Einfluß auf die Gefäßgesundheit, indem es arteriosklerotische Gefäßverengungen hemmt. Zusätzliche E-Versorgung wird vor allem empfohlen Rauchern, Schwerarbeitern, Herzkranken sowie Patienten unter Strahlen- oder Chemotherapie. Die zahlreichen therapeutischen und präventiven Wirkungen beruhen vor allem auf der antioxidativen Funktion von Vitamin E zum Schutz vor freien Radikalen (mehr darüber im Kapitel über die Antioxidantien).

Vitaminoide

Vitaminoide sind lebenswichtige Substanzen mit vitaminähnlichen Eigenschaften. Der Körper kann sie in begrenzter Menge selbst herstellen. Gleichzeitig werden sie aber auch mit der Nahrung aufgenommen. Solange körpereigene Produktion und Zufuhr stimmen. entstehen keine Mangelerscheinungen. Bei Krankheit und Alter werden jedoch die Vitaminoidreserven im Körper überdurchschnittlich stark beansprucht. Ist außerdem die Versorgung über die Ernährung mangelhaft, entstehen versteckte Vitaminoid-Defizite. Zwar wirken sich diese nicht sofort aus, aber sie beeinträchtigen die Gesundheit langfristig gesehen. Die folgenden Informationen über die wichtigsten Vitaminoide zeigen, daß solche Risiken im Rahmen einer orthomolekularen Nahrungsergänzung nicht aufkommen müssen.

Beta-Carotin
Wer viel frisches Obst und Gemüse verzehrt, kommt ungefähr auf 1 mg Beta-Carotin pro Tag. Das Nationale Krebs-Institut der USA empfiehlt aber schon 5 mg /Tag, und um eine krankheitsvorbeugende Wirkung gegen Krebs und Gefäßverkalkung zu erzielen, geben viele Wissenschaftler sogar eine Tagesdosis von mindestens 15-20 mg an. Dies ist praktisch nur durch zusätzliche Beta-Carotin-Aufnahme als Nahrungsergänzung zu erreichen.

Carnitin
Hat eine Schlüsselrolle bei der Fettverbrennung. Im Allgemeinen beträgt die tägliche Carnitin- Aufnahme 10-70 mg. Carnitin ist vor allem in Milch und Fleisch enthalten, in pflanzlichen Produkten dagegen nur in sehr geringen Mengen. Wer sich rein vegetarisch ernährt, sollte an eine Camitin- Ergänzung denken.

Ubichinon (Q10)
hat lebenswichtige Aufgaben beim Energiestoffwechsel. Natürliche Quellen der Ubichinonversorgung sind Fleisch, Eier und pflanzliche Kost, insbesondere Keimöle. Klinisch manifeste Mangelerscheinungen wurden bisher nicht beobachtet. Auffallend ist aber, daß die Ubichinon- Konzentration im menschlichen Organismus, speziell am Herzen, ab dem 40. Lebensjahr abnimmt. Eine Ubichinon- Ergänzung mit fortschreitendem Alter erscheint sinnvoll.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Mineralstoffe sind, im Gegensatz zu Vitaminen, anorganische Substanzen. Aber genau wie diese sind sie mitverantwortlich für den reibungslosen Ablauf lebenswichtiger biochemischer Reaktionen im Organismus.

Mineralstoffe und Spurenelemente werden ständig über Schweiß, Harn und Stuhl ausgeschieden. Sie müssen, da sie der Körper nicht selbst bildet, von außen zugeführt werden.

Mindest- und Höchstmengen
Anders als bei Vitaminen, lassen sich für Mineralstoffen notwendige Mindestmengen sowie sinnvolle Höchstmengen genau definieren. Um Gesundheitseinbußen zu vermeiden, sollten Mindestmengen auf keinen Fall über längere Zeit unterschritten werden. Aber auch ein Überschreiten der Höchstmengen sollte vermieden werden. Ganz im Gegensatz zur Vitamindosierung kann damit kein zusätzlicher positiver Effekt erzielt werden. Überdosierungen können auch schädliche Nebenwirkungen haben.

Bedarf und Versorgung
Ein Minus in der Mineralstoffbilanz macht sich häufig schon am Aussehen bemerkbar. Beispielsweise gehen brüchige Nägel, schlechte Haut oder brüchiges, glanzloses Haar oft auf das Konto eines Mineralstoff- Defizits. In Anbetracht der Bedeutung, die Mineralstoffe und Spurenelemente für Gesundheit und Leistungsfähigkeit haben, ist es nur logisch und richtig, auf eine optimale Zufuhr zu achten.

Wer seinen Tagesbedarf in Menge und Vielfalt allein durch vollwertige Ernährung abdecken will, muß sich allerdings sehr eingehend damit befassen. Es ist nicht damit getan, über den Mineralstoffgehalt der einzelnen Lebensmittel Bescheid zu wissen. Das praktische Wissen um mineral- und vitaminschonende Lagerung und Zubereitung gehört ebenfalls dm. Im übrigen haben ausgelaugte Ackerböden, moderne Anbau- und Verarbeitungs- methoden in den letzten Jahrzehnten den natürlichen Mineralstoffgehalt der Lebensmittel kontinuierlich sinken lassen. Den Mineralstoffbedarf allein über die Ernährung abzusichern, wird daher immer schwieriger. Nahrungsbedingte Defizite und Zusatzbedarf müssen aber gar nicht zum Problem werden, weil sie sehr einfach und gezielt über orthomolekulare Nahrungsergänzung gedeckt werden können.

Antioxidantien

Antioxidantien machen sich stark für die körpereigene Abwehrkraft, indem sie freie Radikale abfangen und unschädlich machen. Freie Radikale sind aggressive Sauerstoffmoleküle, die körpereigene Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate, ja sogar die Erbsubstanz DNS angreifen und verändern können. Schlimmstenfalls werden die Zellen funktionsunfähig, gehen zugrunde oder entarten zu Tumorzellen.

Oxidativer Streß
Bei besonders massivem Auftreten freier Sauerstoffradikale entsteht eine oxidative Streßsituation. Das passiert vor allem, wenn sich der Körper gegen Infekte und entzündliche Prozesse wehren muß, wenn man unter starker körperlicher, geistiger oder psychischer Belastung steht, oder als Folge der Alterungsvorgänge. Zusätzlich gibt es äußere Auslöser, z.B. Zigarettenrauch, UV-Strahlung. Umweltverschmutzung, Luftbelastung, Arzneimittel, Chemikalien.

Auf den Radikalen-Angriff reagiert der Organismus mit einem eigenen Schutzsystem aus antioxidativen Enzymen, das allerdings wegen der zunehmenden Belastungen von innen und außen zusätzliche Unterstützung braucht. Bei der Bekämpfung freier Radikale werden die Antioxidantien im Körper aufgebraucht. Zur Erhaltung der Gesundheit und zum Schutz vor Krankheiten ist daher eine regelmäßige Zufuhr hochdosierter zellschützender Antioxidantien von außen dringend notwendig. Um so mehr, da es inzwischen als gesichert gilt, daß freie Radikale bei Krebs, Herz- und Gefäßerkrankungen als Mitverursacher eine Rolle spielen.

Das Antioxidantien-Team
Die wichtigsten antioxidativen Substanzen sind die Vitamine A, C, E, Beta-Carotin sowie das Spurenelement Selen.

Bei ihrer antioxidativen Arbeit ergänzen sich die Vitamine hervorragend. Während Vitamin C vor allem im Zellinneren "arbeitet", fangen Vitamin E und Beta-Carotin die freien Radikale im Bereich der Zellmembran ab und vernichten sie. Zusammen mit dem immunstabilisierenden Selen bilden sie ein wirklich starkes Team.

Die heute gelegentlich als antioxidativ empfohlene Ernährung, unterscheidet sich in nichts von den seit Jahrzehnten geltenden Ernährungsregeln der Orthomolekularen Medizin: mehr frisches Obst, weniger Fleisch etc.

Die erforderlichen Mengen Antioxidantien kann aber selbst eine vollwertige, vielseitige Ernährung nicht vollständig absichern. Wer einen effektiven Schutz vor Krankheit anstrebt, kommt ohne Antioxidative Nahrungsergänzung nicht aus.

Essentielle Fettsäuren

Viele Menschen essen nicht nur zu viel, sondern auch das falsche Fett. Deshalb empfehlen Mediziner und Ernährungswissenschaftler für die Gesundheit von Herz und Gefäßen, zum einen den Fettkonsum zu reduzieren, zum anderen Speisen mit ungesättigten Fettsäuren zu bevorzugen.

Gesättigte Fettsäuren
kann der Mensch selbst herstellen. Sie sind vor allem in tierischen Lebensmitteln und Eigelb enthalten. Ein Zuviel erhöht die Blutfettwerte (Cholesterin) und damit das Risiko für Arteriosklerose und Herzinfarkt. Daher raten Ärzte, höchstens ein Drittel der Gesamtfettmenge in Form gesättigter Fettsäuren zu konsumieren.

Ungesättigte Fettsäuren
sind gesundheitswichtig, insbesondere die mehrfach ungesättigten Omega-6- und Omega-3 Fettsäuren. Im Gegensatz zu einfach ungesättigten Fettsäuren, kann der Körper diese nicht selbst produzieren. Da sie wichtige Strukturaufgaben in der Zelle erfüllen, braucht sie unser Organismus, um funktionsfähig zu bleiben. Sie gelten daher als essentielle Fettsäuren, die in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

Omega-3-Fettsäuren (Linolsäure-Familie)
Der Tagesbedarf liegt bei 7 -10 g. Ist die Zufuhr über längere Zeit zu niedrig. Treten Mangelsymptome auf, z.B. Wachstumsstörungen, Hautveränderungen und Infektanfälligkeit.
Da die heute übliche Mischkost genügend Linolsäure enthält, sind Gesundheitsprobleme durch Unterversorgung kaum zu befürchten. Problematischer ist dagegen eine optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren.

Omena-3-Fettsäuren (Linolensäure-Familie)
Der Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren liegt etwa bei 1-1,2 g. Bei chronischen Erkrankungen erhöht sich der Bedarf auf das Zwei- bis Dreifache.

Omega-3-Fettsäuren kommen in Pflanzenölen vor, allerdings in viel geringerer Menge als Omega-6-Fettsäuren. Hohe Konzentrationen finden sich in Kaltwasserfischen, wie Makrele, Hering, Lachs, Kabeljau. Auch Wild enthält relativ viel Omega-3-Fettsäuren.

Bei Säuglingen und Kleinkindern werden Mangelsymptome recht schnell offensichtlich an Wachstumsverzögerungen, Nerven- und Sehstörungen. Zur Vermeidung einer Unterversorgung werden der Säuglingsnahrung seit 1993 Omega-3-Fettsäuren zugesetzt.

Bei Erwachsenen wird ein Mangel erst nach einer langen Periode der Unterversorgung an Beschwerden, z.B. durch Wundheilungsstörungen, offensichtlich. Einer regelmäßigen Bedarfsdeckung sollte daher viel mehr Beachtung geschenkt werden.

Seefisch könnte einen Großteil des Bedarfs decken. Leider ist der Fischverzehr in Deutschland im allgemeinen viel zu niedrig. Durchschnittlich werden nur 100 g Fisch pro Person und Woche verzehrt, zu wenig, um eine gesundheitswirksame Optimalversorgung zu gewährleisten. Dabei wäre sie im Rahmen der Risikominderung von Herz- und Gefäßerkrankungen sehr wichtig.

Es gibt gute Gründe, die für eine gezielte Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäure, z.B. in Form von Fischöl-Kapseln, sprechen: Omega-3-Fettsäuren haben eine günstige Wirkung auf entzündliche Prozesse und arterio- sklerotische Gefäßveränderungen. Sie hemmen das Zusammenkleben der Blutplättchen, wirken gefäßerweiternd und blutdrucksenkend, erhöhen die Fließfähigkeit des Blutes, lauter wichtige Faktoren zur Erhaltung der Gefäßgesundheit.

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