{"id":3420,"date":"2016-09-16T09:56:39","date_gmt":"2016-09-16T07:56:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/?p=3420"},"modified":"2020-11-06T10:51:40","modified_gmt":"2020-11-06T09:51:40","slug":"immunsystem-es-beginnt-in-mutters-schwangerschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/immunsystem-es-beginnt-in-mutters-schwangerschaft\/","title":{"rendered":"Immunsystem, es beginnt in Mutters Schwangerschaft"},"content":{"rendered":"<p>Nach \u00fcberraschend vielen R\u00fcckmeldungen zu unserem Artikel \u201e<a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/natuerliche-babypflege\/\">Nat\u00fcrliche Babypflege<\/a>\u201c m\u00f6chten wir zum Thema Baby noch einen Beitrag nachlegen und beleuchten hier nun das <strong>Neonatale Immunsystem<\/strong>.<\/p>\n<p>Unser Immunsystem hat einen ganz einfachen Sinn, es soll ungef\u00e4hrliche Stoffe in den K\u00f6rper lassen, (potentiell) gef\u00e4hrliche (z.B. Viren, Bakterien, Allergene) dagegen ausfiltern und den K\u00f6rper sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Ein Teil des Immunsystems ist angeboren<\/strong> (z.B. Magens\u00e4ure, Haut, Schleimh\u00e4ute, H\u00e4rchen oder auch ausleitende Reflexe wie Niesen oder Husten etc.). Der K\u00f6rper stellt unspezifische Allzweckwaffen f\u00fcr Abwehraufgaben (und im weiteren Lebensverlauf auch f\u00fcr die Abwehr von unbekannten Erstinfektionen) zur Verf\u00fcgung, die neutrophilen Granulozyten und Monozyten.<\/p>\n<p>Dendritischen Zellen z\u00e4hlen ebenfalls zu den Makrophagen und wandern als unreife Zellen aus dem Blut in das Gewebe ein, wo Sie sich\u00a0 beispielsweise in der Haut fein ver\u00e4stelt als Langerhans-Zellen und mit ihren Forts\u00e4tzen netzartig einflechten. Erfolgt dort eine Aktivierung durch Infektionserreger, fressen (pinozytieren) sie eingedrungene Erregeranteile und wandern mit dem Lymphstrom in die umgebenen Lymphknoten, um sie dort den T-Lymphozyten zu pr\u00e4sentieren, damit das Immunsystem weitere Schritte dagegen einleiten kann.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich werden durch das angeborene Komplementsystem Krankheitserreger auch humoral mittels Proteasen erkennbar gemacht (opsonisiert), um sie f\u00fcr die Zerst\u00f6rung durch Phagozyten zu markieren und auf diese Art und Weise das Immunsystem zu unterst\u00fctzen, bzw. zu \u201ekomplementieren\u201c.<\/p>\n<p>Monozyten sind stets im Blut vorhanden und werden bei Entz\u00fcndung zu phagozytierenden Makrophagen umgewandelt, die ins Gewebe einwandern. Ins Gewebe eingewanderte Makrophagen bezeichnet man auch als Schaumzellen. Dieser Teil des Immunsystems ist\u00a0 stark von einem guten Vitamin D-Status abh\u00e4ngig. Ein Mangel wirkt sich rasch durch eine verringerte Sofortabwehr sowie Infektanf\u00e4lligkeit aus. Auch der so notwendige Eisenspiegel kann unter reduziertem <strong>Vitamin D Spiegel<\/strong> weder bei Mutter noch beim Kind ausreichend aufgebaut werden.<br \/>\n(Vgl. auch \u201e<a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/neues-von-vitamin-d-mangel-fuehrt-zu-verminderter-eisenresorption\/\">Neues von Vitamin D: Mangel f\u00fchrt zu verminderter Eisenresorption<\/a>\u201c sowie \u201e<a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/eine-neue-studie-belegt-den-zusammenhang-zwischen-vitamin-d-status-der-mutter-und-der-muskelkraft-des-babys\/\">Eine neue Studie belegt den Zusammenhang zwischen Vitamin D Status der Mutter und der Muskelkraft des Babys<\/a>\u201c)<\/p>\n<p><strong>Der andere Teil ist das adaptive Immunsystem<\/strong>. Zwar ist auch hier die Grundstruktur angeboren (die wei\u00dfen Blutk\u00f6rper, die Lymphozyten, das Lymphsystem etc. sind bereits vorhanden. Ebenso die Organe wie z.B. Milz, die spezielle Aufgaben in der Abwehr von Eindringlingen \u00fcbernehmen), aber es muss trainiert und spezialisiert werden. Abh\u00e4ngig vom Eindringling werden verschiedene Zellen aktiv: Die T-Zelle ist der W\u00e4chter, die B-Zelle bildet spezifische Antik\u00f6rper, die Makrophage frisst Eindringlinge auf. Jeder Neukontakt wird vom Immunsystem \u201egespeichert\u201c, diese wachsende Erfahrung macht die Abwehr bei erneutem Kontakt schneller und effektiver.<br \/>\nMehr dazu finden Sie in unserem <a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/allergie-fehldeutung-des-immunsystems\/\">Allergie<\/a> Artikel.<\/p>\n<p>Ist der Fetus im Mutterleib (prenatale Phase) zumeist keinen Pathogenen (gef\u00e4hrlichen Stoffen) ausgesetzt und hoffentlich bestens von der Mutter versorgt (insbesondere Mangelern\u00e4hrung von Zink, Vitamin A und Vitamin D sollte vermieden werden), so <strong>beginnt mit der Geburt die Phase mit dem wohl h\u00f6chsten Infektionsrisiko des Lebens<\/strong>, da die Effektivit\u00e4t der Immunantwort eben erst noch antrainiert werden muss und die Immuntoleranz entsprechend hoch ist. Ein gutes Beispiel sind die typischen Kinderkrankheiten, die nach einmaliger Infektion i.d.R. nicht mehr wiederkehren.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Schon lange geht man davon aus, dass der sich entwickelnde Embryo und F\u00f6tus komplett steril heranw\u00e4chst und dass die Besiedlung erst zum Zeitpunkt der Geburt stattfindet. Allerdings wissen wir heute, dass der F\u00f6tus trotz allem nicht vor mikrobiellen Stoffwechselprodukten, die von der Darmflora der Mutter abstammen, gesch\u00fctzt ist. Die Plazenta bietet hier nur einen partiellen Schutz und der Kontakt mit mikrobiellen Substanzen f\u00fchrt bereits im Mutterleib zur wichtigen Reifung des kindlichen angeborenen Immunsystems. Dieser positive Einfluss der Mikrobiota verst\u00e4rkt sich nach der Geburt, wenn das Neugeborene selbst mit einer Flora besiedelt wird. Hier hat die Mikrobiota einen wichtigen Einfluss auf die Reifung des kindlichen angeborenen und adaptiven Immunsystems und auf die Entfaltung einer gesunden Co-Existenz von Mikrobiota und Wirt. \u00c4u\u00dfere Einfl\u00fcsse, welche die Ausbildung der kommensalen Mikrobiota beeinflussen, wie beispielsweise Geburtsmodus, Stillen und Ern\u00e4hrung, wirken sich unweigerlich auch auf den Immunstatus des Kindes aus.&#8220;<br \/>\n<em>Nachtrag Nov.2020, Quelle: Pharmakon, 8. Jg, 6\/2020, S. 417<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das Neugeborene wird aber nicht v\u00f6llig hilflos den Viren und Bakterien zum Fra\u00df vorgeworfen. Die erste Muttermilch, das Colostrum stimuliert in extremer Form das zellul\u00e4re Immunsystem und die Lymphozyten, die dem Neugeborenen quasi als Welpenschutz von der Mutter mitgegeben wurden. Dennoch sorgt das Colostrum daf\u00fcr, dass es zu keinem \u00dcberschie\u00dfen der Abwehrfunktion bei Kontakt mit neuen Stoffen kommt; ma\u00dfgeblich ist hierf\u00fcr der Bestandteil Lactoferrin verantwortlich (Vgl. \u201e<a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/lactoferrin-protein-aus-der-muttermilch-als-waffe-gegen-bakterien\/\">Lactoferrin \u2013 ein Protein aus der Muttermilch als Waffe gegen Bakterien<\/a>\u201c).<\/p>\n<p>Auch notwendige Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Immunglobuline bekommt das Neugeborene mit der Muttermilch zugef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Fetus hat trotz aller Beh\u00fctetheit bereits einen Kampf hinter sich, denn das Erbgut und die erste Immunstimulanz stammt zu je 50% von Mutter bzw. Vater, ist also teilweise fremd und l\u00f6st Reaktionen aus. Im K\u00f6rper der Mutter sch\u00fctzen sich Fetus und Plazenta mit ausgefeilten Tricks gegen Angriffe des m\u00fctterlichen Immunsystems.Die Plazenta exprimiert, um einem Angriff des m\u00fctterlichen Immunsystems zu entgehen, NK-Zell-hemmende Rezeptorproteine p58 und p70 im \u00dcberma\u00df. Zum weiteren Schutz vor m\u00fctterlichen T-Zell-Angriffen finden sich auch erh\u00f6hte Spiegel des Enzyms IDO (Indolamin-2,3-dioxygenase) in der Plazenta, welches die Aminos\u00e4ure Tryptophan abbaut, die wiederum f\u00fcr die Proliferation der T-Zellen notwendig ist.<\/p>\n<p>Da Tryptophan au\u00dferdem Ausgangssubstanz f\u00fcr die Serotonin-Synthese ist, erscheint in diesem Zusammenhang eine immunsuppressiv induzierte Schwangerschaftsdepression in einem ganz anderen Licht.<\/p>\n<p>Beim Thema <strong>Muttermilch<\/strong> wird auch deutlich, welchen Einfluss und welche Wichtigkeit die <strong>Gesundheit der Mutter<\/strong> auch nach der Geburt (neonatale Phase) auf die Entwicklung des Kindes hat. Schwangere und frische M\u00fctter sollten unbedingt auf einen gesunden Lebensstil und ausgewogene sowie n\u00e4hrstoffreiche Ern\u00e4hrung achten, da alle maternalen Faktoren gewaltigen Einfluss auf das fetale und neonatale Immunsystem haben sowie potenzielle Langzeitrisiken bewirken k\u00f6nnen. Ansonsten wird auch hier durch den langsam entstehenden N\u00e4hrstoffmangel eine generelle Schw\u00e4che bzw. Depressionsneigung immer wahrscheinlicher, zumal sich der gesamte Rhythmus der Mutter auf das Kind umzustellen hat.<\/p>\n<p>Um es nochmals ganz deutlich zu sagen: <strong>Rauchen, Alkohol und Drogen sind w\u00e4hrend der Schwangerschaft und Stillzeit absolutes Tabu<\/strong> \u2013 und sollten es auch sonst sein, ganz besonders, wenn Kinder ins Leben treten. Und wenn Sie schon f\u00fcr Ihr ungeborenes Kind mit all diesen vermeintlichen Genussfaktoren aufger\u00e4umt haben, ist es auch eine \u00dcberlegung wert, Ihr \u201einneres Kind\u201c dauerhaft in Zukunft davor zu bewahren&#8230;<\/p>\n<p>Mit zunehmender Erfahrung nimmt das Infektionsrisiko bis zum \u201ebesten Alter\u201c im Verlauf weiter ab. Mit dem Alter kommen dann neue Herausforderungen auf den K\u00f6rper zu, die hier aber nicht weiter thematisiert werden sollen.<\/p>\n<h2>Impfung<\/h2>\n<p>Der Grundgedanke einer Impfung ist es, den K\u00f6rper auf die Produktion von spezifischen Antik\u00f6rpern vorbereitend anzulernen, so dass im Fall einer Infektion das Immunsystem sofort mit voller Wucht auf die Abwehrbarrikaden gehen kann und eben nicht erst lernen muss, wie es den neuen Feind besiegen kann. Es gibt eine stetig aktualisierte Liste von Impfempfehlungen von der deutschen St\u00e4ndigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts.<\/p>\n<p>Ein gegens\u00e4tzlicher Ansatz vertritt die Auffassung, dass durch eine Impfung das Immunsystem in seinem Lernen behindert wird und so nicht ausreichend trainiert ist, um sp\u00e4teren neuen Herausforderungen selbst\u00e4ndig entgegenzutreten.<\/p>\n<p>Zu ber\u00fccksichtigen ist auch die Wirkung, wenn das Immunsystem nach einer Impfung pl\u00f6tzlich zu stark reagiert. Zwar w\u00fcrde durch den gewollten Effekt die entsprechende Erkrankung intensiver bek\u00e4mpft, daf\u00fcr reagiert der K\u00f6rper aber m\u00f6glicherweise auch bei trivialen oder leichten Infekten mit zu hohem Fieber, zu stark anschwellenden Schleimh\u00e4uten etc. Dadurch kann das Auftreten von Mittelohrentz\u00fcndungen u.U. sogar noch gef\u00f6rdert werden, da durch die anschwellenden Schleimh\u00e4ute der Abfluss aus dem Ohr erschwert wird und es so zur Fl\u00fcssigkeitsansammlung und Schwellung des Innenohres kommt.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass mancher Impfstoff bzw. die mit <strong>in der Impfung enthaltenden Zusatzstoffe<\/strong> in ihren Nebenwirkungen oder gar direkt Probleme verursachen k\u00f6nnen, die den Nutzen der Impfung in Frage stellen bzw. zu chronisch-entz\u00fcndlichen Erkrankungen f\u00fchren k\u00f6nnen, welche zum Teil erst wesentlich sp\u00e4ter auftreten und daher nicht mehr mit der Gabe des Impfstoffes in Verbindung gebracht werden.<\/p>\n<p>Kritische Zusatzstoffe sind z.B.\u00a0 Aluminiumhydroxid (Aluminium), Thiomersal (Quecksilber), Formaldehyd (Formalin). Polymyxin-B.<\/p>\n<ul>\n<li>Den toxischen Wirkungen von <strong><a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/aluminium-in-nahrung-kosmetik-und-impfstoffen\/\">Aluminium<\/a><\/strong> werden An\u00e4mie (Transferrinbindung), Osteopathie (Phosphatverdr\u00e4ngung), Enzephalopathie (Ged\u00e4chtnis- und Sprachst\u00f6rungen, Antriebslosigkeit und Aggressivit\u00e4t) sowie Parkinson- und Alzheimer-Erkrankung zugeordnet. Au\u00dferdem potenziert es Thiomersal, die giftigste Form von Quecksilber und wird vorwiegend im Gehirn abgelagert. Als starkes Oxidationsmittel erh\u00f6ht es die reaktive Sauerstoffradikalbildung (ROS) und damit die Zell- und Mitochondrienzerst\u00f6rung insgesamt.<\/li>\n<li>Besonderes Augenmerk ruht in letzter Zeit vor allem auf den autoimmunologischen Nebenwirkungen des HPV-Impfstoffes (Geier 2016, Anaya 2015, Geier 2015, Geier 2014): Mit seinem neuen Wirkverst\u00e4rkersystem AS04 (Aluminiumhydroxyphosphat-Sulfat), ist es hochimmunogen und kann daher ebenso f\u00fcr autoimmunologische Ph\u00e4noneme pr\u00e4disponieren. Ebenso gibtes den Verdacht, dass einzelne Antigenbestandteile des Impfstoffs die Blut-Hirn-Schranke \u00fcberwinden und im Gehirn eine u.U. t\u00f6dliche Autoimmunvaskulitis (Gef\u00e4\u00dfentz\u00fcndung im zentralen Nervensystem) ausl\u00f6sen k\u00f6nnten &#8211; eine Untersuchung aus dem Jahr 2012 h\u00e4lt dies f\u00fcr eine m\u00f6gliche Ursache einzelner Todesf\u00e4lle, die bei jungen Frauen im zeitlichen Zusammenhang mit der HPV-Impfung aufgetreten sind (Tomljenovic 2012b). Aktuelle Studien finden ein deutlich erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr eine der schwersten autoimmunologischen Erkrankungen, den systemischen Lupus erythematodes (Geier 2016, Gatto 2013, Soldevilla 2012). Auch schwere immunologische Augenentz\u00fcndungen (Uveitis, Papillitis) wurden nach der HPV-Impfung immer wieder beobachtet (Dansingani 2015, Holt 2014).<\/li>\n<li>Schwermetalle, wie eben auch <strong>Quecksilber<\/strong>, binden sich haupts\u00e4chlich an SH-, NH2- und OH-Gruppen im K\u00f6rper und k\u00f6nnen somit leicht Autoimmunreaktionen ausl\u00f6sen, wie z.B. Multiple Sklerose (MS). Bei Bindung beispielsweise an Tyrosin (OH-Gruppe) k\u00f6nnen Autoimmunerkrankungen der Schilddr\u00fcse entstehen. Durch Reaktionen mit Peroxynitrit kann Nitrotyrosin entstehen, welches ebenfalls die Funktion der Schilddr\u00fcse inhibieren kann. Schlie\u00dflich kann dies \u00fcber Zwischenschritte durch Interaktion mit Tryptophanderivaten \u00fcber Serotonin- und Melatoninmangel z.B. zu Schlafst\u00f6rungen und Depressionen f\u00fchren.<\/li>\n<li><strong>Formaldehyd<\/strong> denaturiert Eiwei\u00df und kann dadurch ebenfalls zur Sch\u00e4digung von Lymphozyten beitragen. Schon in niedriger Konzentration f\u00fchrt Formaldehyd experimentell zur Histaminfreisetzung durch Degranulation von Mastzellen.<\/li>\n<li><strong>Polymyxin-B<\/strong> wird seit Jahren wegen schweren nephro- und neurotoxischen Nebenwirkungen nicht mehr systemisch eingesetzt, au\u00dfer in Impfspritzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wir m\u00f6chten hier keine Partei ergreifen f\u00fcr Pro oder Contra Impfung<\/strong>, wir m\u00f6chten Sie allerdings zu einer kritischen Haltung bewegen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, fragen Sie nach potentiellen Nebenwirkungen, insbesondere unter Ber\u00fccksichtigung individueller Determinanten und entscheiden Sie nach Abw\u00e4gung von Vor- und Nachteilen immer wieder aufs Neue selbst.<\/p>\n<h2>Training<\/h2>\n<p>Wie beschrieben erkranken S\u00e4uglinge und Kleinkinder deutlich h\u00e4ufiger als \u00e4ltere. Insbesondere Atemwegsinfekte bringen viele Eltern auf die Idee, durch \u00fcbertriebene Hygienema\u00dfnahmen die Keimkontakte zu minimieren. Es hat sich jedoch gezeigt, dass dies kontraproduktiv ist, denn eben diese Ber\u00fchrung des Immunsystems mit den Erregern bietet genau das notwendige Training. Auch die Vermeidung von potentiellen \u201eAllergie-Lebensmitteln\u201c (Erdn\u00fcsse, Kuhmilch, Eier etc.) wird mittlerweile eher abgelehnt, da eine fr\u00fche Exposition bei manch einem Allergen das Risiko eine Allergie darauf zu entwickeln durchaus senken k\u00f6nnen soll.<\/p>\n<p>Auch im <strong>Darm<\/strong> k\u00e4mpfen Bakterien um ihren Platz (etwa 100 Trillionen Organismen verrichten hier ihre T\u00e4tigkeit und helfen beim Verdauen, bereitstellen von Mineralstoffen etc.). Auch hier ist mit der Geburt nicht alles fertig vorgegeben. Ganz im Gegenteil muss das Immunsystem hier einige gute aber noch fremde Mikroorganismen zulassen und nicht bek\u00e4mpfen. In den ersten drei Jahren ver\u00e4ndert sich die Zusammensetzung der Darmflora (gastrointestinales Mikrobiom) noch stetig, erst dann kehrt Ruhe und Stabilit\u00e4t ein.<\/p>\n<p>Direkt nach der Geburt herrscht hier eine Goldgr\u00e4berstimmung bei den Keimen, wer zuerst kommt, der kann sich niederlassen. Dementsprechend macht sich schon die Art der Geburt bemerkbar: bei einer vaginalen Geburt bedeckt die Vaginalflora die Haut des S\u00e4uglings, bei per Sectio (Kaiserschnitt) geborenen sind es eher matenale, also m\u00fctterliche, Hautkeime (hier wird dem Neugeborenem wertvolle Ressourcen vorenthalten, aber wenn die Geburt nicht anders m\u00f6glich ist, bleibt keine Wahl). Hier kann jedoch durch Gabe entsprechender Keimpr\u00e4parate f\u00fcr eine ad\u00e4quate Entwicklung gesorgt werden, wir beraten Sie gern dazu.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die Entwicklung der Darmflora ist \u00fcbertriebene Hygiene kontraproduktiv.\u00a0 Epidemiologische Studien am Menschen belegen, dass in einer b\u00e4uerlichen Umgebung aufgewachsene Kinder ein geringeres Risiko f\u00fcr allergische Erkrankungen tragen \u2013 m\u00f6glicherweise aufgrund einer gr\u00f6\u00dferen Vielfalt ihres gastrointestinalen Mikrobioms. Beobachtungen belegen zudem, dass eine Antibiotika-Therapie in den ersten Lebensmonaten die Empf\u00e4nglichkeit des K\u00f6rpers f\u00fcr chronische Erkrankungen (<a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/studie-zusammenhang-antibiotika-makrolide-und-kindesalter-asthma-und-uebergewicht\/\">Asthma<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/allergie-fehldeutung-des-immunsystems\/\">Allergie<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/dicke-probleme-uebergewicht-adipositas\/\">\u00dcbergewicht<\/a>, Darmerkrankungen) erh\u00f6hen kann. Ein Einsatz in dieser fr\u00fchen Lebensphase sollte sehr gr\u00fcndlich hinterfragt werden.<\/p>\n<p>Eine weitere gro\u00dfe Rolle spielt die Ern\u00e4hrung (Colostrum, Muttermilch etc.) nach der Geburt. Idealerweise sollte die Muttermilchgabe bei einer ansonsten gesunden Mutter 9-14 Monate betragen, so helfen Sie Ihrem Nachwuchs am besten auf die Spr\u00fcnge, sich in dieser keimbehafteten Umwelt zurechtzufinden.<\/p>\n<p><strong>Liebe Schwangere, liebe M\u00fctter<\/strong>, Ihr vollbringt etwas Wundervolles! Ihr habt damit verbunden aber auch eine riesige Verantwortung \u00fcbernommen. Schon w\u00e4hrend der Schwangerschaft legt Ihr die gesundheitliche Basis Eures Kindes. Und das geht mit der Geburt und der Stillzeit weiter. Und weiter.<\/p>\n<p><strong>Sie sind aber nicht allein, viele Anlaufstellen und auch wir in der Apotheke stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Quellen\/Inspiration:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Neonatales Immunsystem, Zwischen zwei Welten, 2432, Pharm. Ztg., 161 Jg., 25.8.2016, 34. Ausg, S.20 ff.<\/li>\n<li>Immunsystem und Impfung, Dr. Alfons Meyer<\/li>\n<li>Geier DA. <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1007\/s10067-015-2969-z\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Clin Rheumatol. 2014; 34:2846. DOI: 10.1007\/s10067-014-2846-1<\/a>.<\/li>\n<li>Geier DA.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC4475239\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Clin Rheumatol. 2015 Jul;34(7):1225-31. doi: 10.1007\/s10067-014-2846-1.<\/a><\/li>\n<li>Geier DA. <a href=\"https:\/\/www.impf-info.de\/Geier%20DA.%20Immunol%20Res.%202016%20Jul%2013.%20DOI:%2010.1007\/s12026-016-8815-9.%20Abruf%2015.07.2016\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Immunol Res. 2016 Jul 13. DOI: 10.1007\/s12026-016-8815-9.<\/a><\/li>\n<li>Tomljenovic L. (2012b) <a href=\"http:\/\/sanevax.org\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/Tomljenovic-Shaw-Gardasil-Causal-Coincidental-2167-7689-S12-001.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Pharmaceut Reg Affairs 2012, S12:001.<\/a><\/li>\n<li>Soldevilla HF. Lupus. 2012 Feb;21(2):158-61.<\/li>\n<li>Dansingani KK.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/26469238?dopt=Abstract\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Ophthalmic Surg Lasers Imaging Retina. 2015 Oct;46(9):967-70.<\/a> doi: 10.3928\/23258160-20151008-11.<\/li>\n<li>Holt HD. Curr Drug Saf. 2014 Mar;9(1):65-8.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach \u00fcberraschend vielen R\u00fcckmeldungen zu unserem Artikel \u201eNat\u00fcrliche Babypflege\u201c m\u00f6chten wir zum Thema Baby noch einen Beitrag nachlegen und beleuchten hier nun das Neonatale Immunsystem. 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