{"id":4150,"date":"2017-05-12T09:59:52","date_gmt":"2017-05-12T07:59:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/?p=4150"},"modified":"2018-07-10T08:24:44","modified_gmt":"2018-07-10T06:24:44","slug":"loewenzahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/loewenzahn\/","title":{"rendered":"L\u00f6wenzahn"},"content":{"rendered":"<p>Der L\u00f6wenzahn ist uns auf der n\u00f6rdlichen Halbkugel als h\u00e4ufig auftretendes Wildkraut bekannt. Gerade im Fr\u00fchling erfreuen die gelben Bl\u00fcten das Auge des Betrachters, insbesondere da er gern auf sonnigen Fl\u00e4chen w\u00e4chst. Anders sieht es teilweise bei Freuden gepflegter G\u00e4rten und Rasenfl\u00e4chen aus, die die Pflanze als \u201e<strong>Unkraut<\/strong>\u201c klassifizieren aufgrund seiner Hartn\u00e4ckigkeit, sich nicht mal eben so ausrei\u00dfen zu lassen bzw. nahezu \u00fcberall anzuwachsen und sogar Asphalt zu durchbrechen. Durch die langen Wurzeln ist dem L\u00f6wenzahn nur schwer nachhaltig beizukommen. Wenn sich schlie\u00dflich die \u201ePusteblume\u201c fertig entwickelt hat, tr\u00e4gt der Wind die Samen an den Enden der Flugschirme gro\u00dffl\u00e4chig in die Welt (und Nachbarg\u00e4rten) hinaus, was die Verbreitung weiter f\u00f6rdert.<\/p>\n<p><strong>Abgrenzung<\/strong><br \/>\nDer offizinell pharmazeutisch verwendete und im Folgenden beschriebene L\u00f6wenzahn wird fachsprachlich korrekt bezeichnet als \u201e<strong>Gew\u00f6hnliche L\u00f6wenzahn<\/strong>\u201c (oder \u201e<strong>Gemeiner L\u00f6wenzahn<\/strong>\u201c) und geh\u00f6rt zu den Korbbl\u00fctlern (Asteraceae). Er wird aufgrund optischer \u00c4hnlichkeiten leicht mit anderen Pflanzen seiner Gattung (Taraxacum) verwechselt. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit ebenfalls L\u00f6wenzahn genannten Arten aus der Gattung Leontodon oder dem Gew\u00f6hnlichen Ferkelkraut.<\/p>\n<h3>Vertreter der allgemein als L\u00f6wenzahn betitelten Pflanzen mit Bestimmungsmerkmalen (*1)<\/h3>\n<p><strong>Wiesen-Bocksbart, Tragopogon pratensis <\/strong><br \/>\n30-70 cm. St\u00e4ngel meist unverzweigt; Bl\u00e4tter zugespitzt, Blattgrund st\u00e4ngelumfassend. H\u00fcllen der K\u00f6rbchen mit 8 recht langen Bl\u00e4ttern; Fr\u00fcchte mit langen Schn\u00e4beln und starkem fiederf\u00f6rmigen Pappus.<br \/>\nJuni-August. Verbreitet an Wegr\u00e4ndern, auf Ackern und in Geb\u00fcsch.<\/p>\n<p><strong>Niedrige Schwarzwurzel, Scorzonera humilis <\/strong><br \/>\n20-50 cm. St\u00e4ngel meist unverzweigt, mit wenigen, kleinen Bl\u00e4ttern, an dem St\u00e4ngelende wei\u00dffilzig; meist mit nur einem K\u00f6rbchen. Grundbl\u00e4tter gro\u00df, lanzettf\u00f6rmig und ganzrandig. Rhizom dick und dunkel.<br \/>\nMai-Juli. Auf Heideb\u00f6den und trockenen Wiesen. Fehlt in Teilen Westdeutschlands.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"4142\" data-permalink=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/loewenzahn\/loewenzahn-pic1\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic1.jpg\" data-orig-size=\"600,800\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 6s&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1494358208&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.15&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;25&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.02&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"loewenzahn-pic1\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic1-600x800.jpg\" src=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic1-150x150.jpg\" class=\"alignleft wp-image-4142 size-thumbnail\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"\"><\/a><strong><u>Gemeiner L\u00f6wenzahn, Taraxacum officinale<\/u><\/strong><br \/>\nWEBER. 5-40 cm. Bl\u00e4tter rosettig, tief und scharf gelappt, glatt. St\u00e4ngel kahl, mit einem einzigen gro\u00dfen K\u00f6rbchen. Mit viel Milchsaft.<br \/>\nMai-Juni. Allgemein verbreitet.<br \/>\nJunge Bl\u00e4tter k\u00f6nnen als Salat genossen werden.<br \/>\nOder in Kokos\u00f6l angeschwitzt als besserer Spinatersatz herhalten, den auch Tiere gern im Futter akzeptieren. [Anm. d. Verf.]<\/p>\n<p><strong>Herbst-L\u00f6wenzahn, Leontodon autumnalis <\/strong><br \/>\n10-30 cm. Bl\u00e4tter in Rosetten, tief buchtig-gelappt. St\u00e4ngel verzweigt, an der Spitze mit kleinen Blattschuppen, bedeckt. H\u00fcllbl\u00e4tter dachziegelartig; Fr\u00fcchte ohne Schnabel, Pappus fiederf\u00f6rmig, schmutzigwei\u00df; ohne Spreubl\u00e4tter auf dem Boden des K\u00f6rbchens.<br \/>\nJuli-September, Verbreitet auf Wiesen, Ackern und an Weg\u00adr\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Rauher L\u00f6wenzahn, Leontodon hispidus <\/strong><br \/>\n10-30 cm. Bl\u00e4tter in Rosetten, mit steifen, 2- bis 3-teiligen Haaren; oft nur ein einzelner, unverzweigter Bl\u00fctenstengel. K\u00f6rbchen wie bei Herbst-L\u00f6wenzahn, vor dem Aufbl\u00fchen nickend; Pappus gelbwei\u00df. Juni-August. Auf Ackern und Wiesen; h\u00e4ufig.<\/p>\n<p><strong>Stinkkohl, Aposeris foetida<\/strong><br \/>\nLESS. Bl\u00e4tter regelm\u00e4\u00dfig fiederig geteilt, mit wei\u00dfem stinkendem Milchsaft, L\u00f6wenzahn-\u00e4hnlich. Schattige Pl\u00e4tze. Juni-August. Kalkliebend, im S\u00fcden verbreitet.<\/p>\n<p><strong>Wiesen-Ferkelkraut, Hypochoeris radicata <\/strong><br \/>\n10-40 cm. Bl\u00e4tter in Rosetten, buchtig-gez\u00e4hnt, rauh. St\u00e4ngel kahl, gabelf\u00f6rmig geteilt, zur Spitze hin verbreitert, mit kleinen Blattschuppen. H\u00fcllbl\u00e4tter mit borstig behaarten Nerven; Randbl\u00fcten gelb; Fr\u00fcchte mit Schnabel; Pappus schmutzig-wei\u00df; Korbboden mit Spreubl\u00e4ttern.<br \/>\nJuni-August. Auf Ackern und an Wegr\u00e4ndern. Verbreitet. Kahles Ferkelkraut, H. glabra L., hat kahle H\u00fcllbl\u00e4ttcr. Selten.<\/p>\n<p><strong>Geflecktes Ferkelkraut, Hypochoeris maculata <\/strong><br \/>\n20-60 cm. Mit steifer Behaarung; Grundbl\u00e4tter gro\u00df; fast ungeteilt, oft mit braunen Flecken. Bl\u00fcten strahlend gelb; H\u00fcllbl\u00e4tter filzig.<br \/>\nJuni-Juli. An H\u00e4ngen. Zerstreut.<\/p>\n<h2>L\u00f6wenzahn Verwendung<\/h2>\n<h3>Salat oder Presssaft<\/h3>\n<p>Gerade jetzt im Fr\u00fchling kann man die frischen jungen L\u00f6wenzahnbl\u00e4tter pfl\u00fccken und daraus einen preisg\u00fcnstigen Salat bzw. eine Salaterweiterung mit einer geschmacklich interessanten, dezenten Bitternote gestalten. Es ist eine gute Alternative f\u00fcr den manchen Menschen zu stumpf schmeckenden Spinat, der in diesen Tagen auch Hochsaison hat. Denken Sie aber daran, die Bl\u00e4tter vor dem Verzehr gr\u00fcndlich zu waschen, da insbesondere Hunde den L\u00f6wenzahn gern als \u201eKommunikationsorgan\u201c benutzen (also gegenpinkeln). Durch diese Frischd\u00fcngung w\u00e4chst dieser meist umso schneller, allerdings auch biologisch dynamisch. \ud83d\ude42<\/p>\n<p><strong>Salatrezept<\/strong>: Schneiden Sie die gesammelten und gewaschenen Blattteile mit einem K\u00fcchenmesser einmal unter der Blattrosette ab (die Bl\u00fctenstiele k\u00f6nnen auch mitgegessen werden, sind jedoch recht bitter). Dann einfach etwas Zitrone oder Limette sowie Schmand\/Saure Sahne und Oliven\u00f6l sowie Pfeffer, Salz und Muskat erg\u00e4nzen. Ein detailliertes Rezept f\u00fcr ein schmackhaftes Dressing finden Sie in unserem <a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/feldsalat-mit-schmanddressing\/\">Blogartikel \u00fcber Feldsalat<\/a>. Auch die Beigabe von angeschwitzten Knoblauch und\/oder Zwiebeln bietet sich an. Wer die Bitterstoffe nicht so gern mag, dem empfehlen wir, den L\u00f6wenzahn kurz und scharf in z.B. <a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/fruehstueck-ist-fertig\/#comment-121\">Kokos\u00f6l<\/a> anzuschwitzen, dadurch verliert sich die Bitterkeit und es entwickelt sich ein fein aromatischer Geschmack.<\/p>\n<p>Die Bl\u00e4tter sind auch als <strong>Presssaft<\/strong> genie\u00dfbar, hierzu die Bl\u00e4tter im Schlagmixer unter Wasserbeigabe fein zerkleinern und durch ein sauberes K\u00fcchentuch pressen.<\/p>\n<h3>Kaffee-Ersatz<\/h3>\n<p>Die inulinreichen Wurzeln (werden im Herbst geerntet) k\u00f6nnen ger\u00f6stet als Kaffee-Ersatz verwendet werden (so geschehen in der Nachkriegszeit, erf\u00e4hrt heutzutage eine gewisse Renaissance).<\/p>\n<h3>Industrie<\/h3>\n<p>Auch in der Industrie findet der inulinhaltige Saft des L\u00f6wenzahns Verwendung. Schon zur Zeit des zweiten Weltkrieges wurde er zur Herstellung eines Kautschuk-Ersatzes verwendet. Kautschuk ist der Ausgangsstoff f\u00fcr die Gummiproduktion. Dieser Ansatz wird auch unter den Vorzeichen nachhaltiger Produktion und Rohstoffverknappung in der heutigen High-Tech wieder aufgegriffen (F\u00fcr Interessierte gibt es hier mehr dazu: <a href=\"https:\/\/www.fraunhofer.de\/de\/presse\/presseinformationen\/2015\/Juni\/naturkautschuk-aus-loewenzahn.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">Naturkautschuk aus L\u00f6wenzahn<\/a>).<\/p>\n<h3>Bl\u00fctensirup und Honig<\/h3>\n<p>Aus den gelben Bl\u00fcten kann ein honig\u00e4hnlicher Sirup hergestellt werden, ein leckerer Brotaufstrich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"4144\" data-permalink=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/loewenzahn\/loewenzahn-pic3\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic3.jpg\" data-orig-size=\"600,800\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 6s&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1494358208&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.15&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;25&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.02&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"loewenzahn-pic3\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic3-600x800.jpg\" src=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic3-150x150.jpg\" class=\"wp-image-4144 alignleft size-thumbnail\" width=\"150\" height=\"150\" alt=\"\"><\/a>Noch besser k\u00f6nnen das die Bienen: Wenn die Winter recht kalt verlaufen, gelingt es in vereinzelten Gebieten (Rh\u00f6n, Marschgebiete Ostfrieslands), einen sortenreinen L\u00f6wenzahnhonig zu gewinnen, ohne dass andere Fr\u00fchbl\u00fcher dazwischenfunken (wie meist die gesamte Obstbaumbl\u00fcte).<\/p>\n<p>Dieser zeichnet sich durch deutlich weniger S\u00fc\u00dfe, eine angenehme W\u00fcrzigkeit und insbesondere seine stark entz\u00fcndungshemmenden Eigenschaften aus, die besonders bei Prostatareizungen oder -entz\u00fcndungen Linderung verschaffen.<\/p>\n<p>Ganz nebenbei bemerkt: Sie k\u00f6nnen einen leckeren L\u00f6wenzahnhonig auch \u00fcber uns beziehen.<\/p>\n<h3>Ern\u00e4hrung von Tieren<\/h3>\n<p>Dank der gro\u00dfen Verbreitung ist L\u00f6wenzahn generell bestens f\u00fcr die Ern\u00e4hrung von Tieren geeignet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" data-attachment-id=\"4143\" data-permalink=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/loewenzahn\/loewenzahn-pic2\/\" data-orig-file=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic2.jpg\" data-orig-size=\"600,800\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 6s&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1494358208&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.15&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;25&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.02&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"loewenzahn-pic2\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-large-file=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic2-600x800.jpg\" src=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic2-225x300.jpg\" class=\"size-medium alignleft wp-image-4143\" width=\"225\" height=\"300\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic2-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/loewenzahn-pic2.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>Selbst f\u00fcr Hunde ist er als <strong>Salatbeigabe zum Futter<\/strong> eine kosteng\u00fcnstige und gesunde Alternative. Nutzen Sie also Ihren n\u00e4chsten Spazier- oder Gassigang gleich als Einkaufstour und sammeln Sie sich die \u201eGem\u00fcsebeilage&#8220; gratis von der Wiese.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Infos zur Ern\u00e4hrung Ihres Hundes und Rezepte finden Sie <a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/gesunde-hunde-ernaehrung\/\">hier<\/a> sowie zu <a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/geben-sie-ihrem-hund-mal-ordentlich-was-zu-beissen-gemueserezepte\/\">Gem\u00fcsevarianten<\/a>.<\/p>\n<p>Wer sein Pferd auf der Weide beobachtet, wird auch hier feststellen, dass diese L\u00f6wenzahn besonders dann gern verzehren, wenn Darmprobleme oder Gelenkentz\u00fcndungen bestehen.<\/p>\n<p>Im Tiermodell konnten wesentliche positive Wirkungen des L\u00f6wenzahns nachgewiesen werden: So wirkt sein w\u00e4ssriger Extrakt antidepressiv bei M\u00e4usen (*2). Ebenfalls im Mausmodell konnte L\u00f6wenzahnextrakt den Tieren mehr Ausdauer verleihen und die Bildung von Laktat bei k\u00f6rperlicher Anstrengung hemmen (*3). Eine weitere Studie zeigte, dass bei M\u00e4usen, die mit L\u00f6wenzahn als \u201eKraftfutter\u201c ern\u00e4hrt wurden, Ersch\u00f6pfung sp\u00e4ter eintrat. Zudem verbesserte sich bei ihnen der Immunstatus (*4).<\/p>\n<h3>Therapeutisch verwendete Pflanzenteile (Drogen)<\/h3>\n<p>Teile des Gemeinen L\u00f6wenzahns werden zu pharmazeutischen Drogen aufbereitet:<\/p>\n<ul>\n<li>L\u00f6wenzahnbl\u00e4tter: Taraxaci folium (syn. Herba Taraxaci, Taraxaci herba)<\/li>\n<li>L\u00f6wenzahnwurzel: Taraxaci radix (syn. Radix Taraxaci)<\/li>\n<li>L\u00f6wenzahnwurzel mit Kraut (Ganzpflanze): Taraxaci radix cum herba (syn. Herba Taraxaci cum radice, Radix Taraxaci cum herba)<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Pharmakologie \u00a0\/ Anwendung<\/h2>\n<p>Schon im Mittelalter setzten Alchemisten und Kr\u00e4uterkundige nach der Signaturenlehre das gelb bl\u00fchende Kraut gegen Gelbsucht und bei Verdauungsst\u00f6rungen ein. Dem L\u00f6wenzahn werden auch heute noch choleretische (Gallenfluss f\u00f6rdernd) und cholagoge (gallenbildende) Effekte sowie diuretische Wirkung (Ausschwemmung von Wasser) und dar\u00fcber hinaus appetitanregende Eigenschaften zugesprochen. Das wird u.a. bedingt durch die enthaltenen <a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/bitterstoffe-sind-nuetzlich\/\">Bitterstoffe<\/a>. Die gesteigerte Gallensaftbildung bei gleichzeitig besserem Gallenfluss wirkt sich positiv auf bestehende Gallensteinleiden sowie Verdauungsschw\u00e4chen im Fettbereich aus (*5\/*6). Auch werden Bakterien im Wachstum gehemmt, die sich beispielsweise im Gallengang oder den vorhandenen Steinen aufhalten k\u00f6nnen (*7).<\/p>\n<p>Die in L\u00f6wenzahn vorkommenden Sesquiterpenlactone sind dar\u00fcber hinaus vermutlich der Grund f\u00fcr die beobachtete lebersch\u00fctzende (hepatoprotektive) Wirkung. Au\u00dferdem werden ihnen chemoprotektive gegen L\u00f6sungsmittel sowie grunds\u00e4tzlich entz\u00fcndungshemmende Effekte zugeschrieben, die auch in neueren Studien best\u00e4tigt wurden (*8).<\/p>\n<p>Bei L\u00f6wenzahnextrakten wurde eine hemmende Wirkung auf Wachstum sowie Invasivit\u00e4t von Prostata- und Brustkrebszellen beobachtet, \u00e4hnlich den Effekten beim daraus erzeugten Honig. Ebenso f\u00f6rdern diese nach Studienlage den sogenannten programmierten Zelltod (Apoptose) bei Leberkarzinomzellen, Brustkrebs sowie Leuk\u00e4miezellen bzw. Pankreaskrebszellen (*9\/*10). Auch f\u00fcr die enthaltenen Phytosterole konnte dieser Effekt nachgewiesen werden (*11).<\/p>\n<p>Die Volksheilkunde setzt L\u00f6wenzahn seit Jahrhunderten als leichtes Abf\u00fchrmittel, bei Diabetes, bei rheumatischen Erkrankungen oder Ekzemen und anderen Hauterkrankungen ein (*12). Der Milchsaft kann auch direkt zur Abheilung von Hautentz\u00fcndungen aufgetupft werden.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich enth\u00e4lt L\u00f6wenzahn gr\u00f6\u00dfere Mengen an Kalium, Vitamin C sowie gut verf\u00fcgbares <a href=\"https:\/\/www.flora-pharm.de\/blog\/eisenmangel-erkennen-und-reagieren\/\">Eisen zur Blutbildung<\/a> und ist damit generell gut als Nahrungserg\u00e4nzung zur t\u00e4glichen Kost geeignet.<\/p>\n<p>L\u00f6wenzahn ist also wirklich mehr als nur ein \u201eUn\u201ckraut und eher \u201eun\u201cglaublich vielseitig einsetzbar. Gerade jetzt im Fr\u00fchling k\u00f6nnen Sie ihn einfach mal als Salat-Erweiterung probieren. Vielleicht schafft er es ja, sie mit seiner ganz leicht bitteren Note f\u00fcr sich zu gewinnen.<\/p>\n<p><strong>Achtung<\/strong>: Patienten, die <strong>auf Korbbl\u00fctler allergisch<\/strong> reagieren, sollten allerdings auf L\u00f6wenzahn verzichten bzw. zumindest die Bl\u00fcten meiden.<\/p>\n<p><em>Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sortenreinen L\u00f6wenzahnhonig, Teedrogen oder Extrakte etc. ben\u00f6tigen, dann sprechen Sie uns gern an.<\/em><\/p>\n<h2>Quellen:<\/h2>\n<ol>\n<li>Wildpflanzen, B. Ursing, BLV Bestimmungsbuch, 1966<\/li>\n<li>Li et al. Antidepressant effects of the water extract from Taraxacum officinale leaves and roots in mice. Pharm Biol. 2014 <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24611722\">ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24611722<\/a><\/li>\n<li>Jinchun &amp; Jie. The effects of Taraxacum officinale extracts (TOE) supplementation on physical fatigue in mice. Afr J Tradit Complement Altern Med. 2011. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22238492\">ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/22238492<\/a><\/li>\n<li>Lee et al. Effects of Taraxacum officinale on fatigue and immunological parameters in mice. Molecules. 2012. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/23135630\">ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/23135630<\/a><\/li>\n<li>Gonz\u00e1lez-Castej\u00f3n et al. Reduction of adipogenesis and lipid accumulation by Taraxacum officinale (Dandelion) extracts in 3T3L1 adipocytes: an in vitro study. Phytother Res. 2014 <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/23956107\">ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/23956107<\/a><\/li>\n<li>Choi et al. Hypolipidemic and antioxidant effects of dandelion (Taraxacum officinale) root and leaf on cholesterol-fed rabbits. Int J Mol Sci. 2010<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20162002\">ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20162002<\/a><\/li>\n<li>Qian et al. Preparation and antibacterial activity of oligosaccharides derived from dandelion. Int J Biol Macromol. 2014 <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24368113\">http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24368113<\/a><\/li>\n<li>Mahesh et al. Hepatocurative potential of sesquiterpene lactones of Taraxacum officinale on carbon tetrachloride induced liver toxicity in mice. Acta Biol Hung. 2010.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20519172\">ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20519172<\/a><\/li>\n<li>Yoon et al. Novel TRAIL sensitizer Taraxacum officinale F.H. Wigg enhances TRAIL-induced apoptosis in Huh7 cells. Mol Carcinog. 2015 <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/25647515\">ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/25647515<\/a><\/li>\n<li>Sigstedt et al. Evaluation of aqueous extracts of Taraxacum officinale on growth and invasion of breast and prostate cancer cells. Int J Oncol. 2008 <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/18425335\">ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/18425335<\/a><\/li>\n<li>Woyengo et al. Anticancer effects of phytosterols. Eur J Clin Nutr. 2009 Jul;63(7):813-20. <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19491917\">ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/19491917<\/a><\/li>\n<li>Koh et al. Anti-inflammatory effect of Taraxacum officinale leaves on lipopolysaccharide-induced inflammatory responses in RAW 264.7 cells. J Med Food. 2010 <a href=\"http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20673058\">http:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/20673058<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der L\u00f6wenzahn ist uns auf der n\u00f6rdlichen Halbkugel als h\u00e4ufig auftretendes Wildkraut bekannt. Gerade im Fr\u00fchling erfreuen die gelben Bl\u00fcten das Auge des Betrachters, insbesondere da er gern auf sonnigen Fl\u00e4chen w\u00e4chst. 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