Bürste oder Kamm

„Du hast die Haare schön …“ heißt es in einem bekannten Schlagerlied. Gute Pflegeprodukte verbessern die Struktur und schaffen die Grundlage fürs Styling. Dann kommen Bürste oder Kamm zum Einsatz. Doch was genau verwenden wir wofür?

Kreativ kämmen

Das Haarpflege-Programm beginnt, wenn die Haare noch nass sind – und zwar mit einem Breitzahnkamm, der die Haare schonend entwirrt, ohne die Struktur zu beschädigen. Gerade bei lockigem, krausem oder dickem Haar sind diese Kämme mit ihren weit auseinanderstehenden Zacken hilfreich. Eine Haarmaske, Kur oder ein Pflegeöl aus Ihrer Apotheke – etwa mit Argan- oder Jojobalöl für mehr Feuchtigkeit – lässt sich leicht und gleichmäßig damit verteilen. Neigen Ihre Haare dazu, einzelne Knoten zu bilden, dann beginnen Sie immer möglichst weit unten mit dem Entwirren. Nachdem die Haare getrocknet sind, nehmen Sie einen Feinzahn- oder Stielkamm zur Hand, um präzise den Scheitel zu ziehen. Besonders bei feinem oder glattem Haar sind diese Kammarten ideal. Um einzelne Haarpartien abzuteilen, dient der Stielkamm wie eine Verlängerung der Hände, Sie kommen gut überall hin. Und auch der Griffkamm – ein normaler Kamm, der durch seinen dicken Griff gut in der Hand liegt – ist perfekt, um exakte und kreative Frisuren zu gestalten. Für mehr Volumen am Haaransatz ist der Toupierkamm die erste Wahl. Indem Sie einzelne Strähnen vorsichtig in Richtung Kopfhaut antoupieren – also gegen die Wuchsrichtung –, erreichen Sie, dass „weniger nach mehr“ aussieht.

Beauty-Booster Bürste

Besonders bei den herkömmlichen Bürsten aus Plastik hat es in den letzten Jahren viele Weiterentwicklungen gegeben. Eine echte Innovation ist der Tangle Teezer. Ihn gibt es inzwischen aus recyceltem Kunststoff und aus nachhaltig angebauten Rizinusbohnen. In seiner Optik – rund und ohne Stiel – erinnert er an eine Babybürste. Er ist ideal, um Knoten und Verziepungen schmerzlos zu beseitigen. Was die Art der Borsten angeht: Nylon, bestenfalls recycelt, ist flexibel, langlebig und hygienisch. Naturborsten – meist vom Wildschwein oder vom Pferd – verteilen überschüssiges Fett von der Kopfhaut bis in die Spitzen und lassen die Strähnen glänzender und geschmeidiger erscheinen. Vegan sind diese Produkte aber natürlich nicht. Ob Sie sie verwenden möchten, ist eine ethische Frage.

Wer tierfreie Produkte bevorzugt, setzt hier auf Agavenfasern wie Sisal oder auf Bambus. Und was kann die Rundbürste? Eine ganze Menge! Gerade wenn sie innen hohl ist, verteilt sie Föhnwärme gleichmäßig auf der Haaroberfläche, sodass das Haar sich in schöne Wellen legt. Bei langem und eher vollem Haar ist die Paddelbürste die richtige Wahl. Optisch erinnert sie an ein Ruder im Miniaturformat, von der Funktion her ist sie geeignet, mehrere Haarsträhnen auf einmal zu erfassen und zu entwirren. Bei dickem und stark gelocktem Haar kommen Sie am besten mit einer Skelettbürste durch. Sie hat weit auseinanderstehende und skelettförmige Borsten, die auch die widerspenstigsten Haare zur Räson bringen.

Im Blog nachzulesen: Artikel zum Thema Haare. In Ihrer Apotheke erhältlich: Haarpflege-Produkte für Glanz und Geschmeidigkeit inklusive individueller Beratung.

Text mit freundlicher Genehmigung der S & D Verlag GmbH. Das komplette “Naturheilkunde & Gesundheit” Heft bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke.