Gassi gehen im Dunkeln
Wenn es draußen dämmert, wird der Hundespaziergang schnell zur Herausforderung. Mit ein paar einfachen Tipps sorgen Sie für mehr Sicherheit – für sich selbst und für Ihre Fellnase.
Wir sind in der dunklen Jahreszeit, und so manchem Vier- und Zweibeiner fällt es schwer, sich beim abendlichen Spaziergang zurechtzufinden. Die gute Nachricht: Hunde haben bei Dämmerung und Dunkelheit klare Vorteile. Ihre Augen sind besser an schwaches Licht angepasst als unsere. Unterschiedliche Grautöne und Bewegungen erkennen sie weit vor uns. Hinzu kommt ihr ausgeprägter Geruchs- und Hörsinn, der ihnen ebenfalls hilft, sich zu orientieren. Doch aufgepasst: Fellnasen sind sehr feinfühlig, wenn es um Ihre Stimmung geht. Wenn Sie sich im Dunkeln unwohl fühlen, überträgt sich dies direkt auf Ihren Hund. Er kann dann unruhig werden, an der Leine zerren oder ängstlich auf ungewohnte Geräusche reagieren. Doch das muss nicht sein! Von Katharina Lorenz.
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9 Tipps für entspannte Gassi-Runden im Dunkeln
1.) Sichtbarkeit ist das A und O
Tragen Sie helle Kleidung, eine Warnweste oder reflektierende Accessoires. So werden Sie frühzeitig von Auto- und Radfahrenden erkannt, auch von anderen Spaziergängern.
2.) Leucht-Ausrüstung für Ihren Hund
Ein LED-Halsband oder reflektierendes Geschirr erhöht die Sichtbarkeit Ihres Vierbeiners deutlich – nicht nur für andere, sondern auch für Sie. Viele Modelle lassen sich bequem per USB aufladen und leuchten dann mehrere Stunden lang zuverlässig.
3.) Bleiben Sie auf vertrauten Pfaden
Ein Spaziergang in der Dunkelheit ist nicht die ideale Situation, um neue Wege auszuprobieren. Bleiben Sie auf bekannten Routen, am besten beleuchtet und mit sicherem Untergrund. So fühlen Sie sich sicherer, auch Ihr Hund kann sich leichter orientieren.
4.) Erkunden Sie neue Strecken bei Tageslicht
Wenn Sie neue Wege gehen möchten, lernen Sie diese lieber zuerst bei Helligkeit kennen. Wenn sowohl Ihnen als auch Ihrem Vierbeiner die Strecke vertraut ist, werden Sie sich beide später im Dunkeln deutlich sicherer fühlen.
5.) Leine gibt Sicherheit
Bei Dunkelheit spielt die Hundeleine eine besondere Rolle. Sie behalten die Kontrolle, falls es zu unerwarteten Begegnungen oder Geräuschen kommt, und Ihr Hund kann sich besser orientieren. Besonders praktisch: Eine reflektierende Kurzleine.
6.) Seien Sie souverän
Hunde reagieren sehr fein auf Ihre Körpersprache. Wenn Sie ruhig und selbstbewusst auftreten, fühlt sich Ihre Fellnase sicher. Unwohlsein spüren Hunde sofort – und können entsprechend nervös reagieren.
7.) Belohnen Sie gutes Verhalten
Packen Sie ein paar Leckerlis ein. So können Sie Ihren Liebling für ruhiges Verhalten an der Leine oder das Ignorieren von ungewohnten Reizen loben – das stärkt die Bindung und gibt Orientierung.
8.) Licht für Ihren Weg
Eine kleine Taschen- oder Stirnlampe hilft Ihnen, den Weg besser im Blick zu behalten – etwa bei Wurzeln, Bordsteinen oder unbeleuchteten Ecken. Achten Sie dabei auf ein blendfreies Modell, um andere Verkehrsteilnehmende nicht zu irritieren.
9.) Achtung Wildwechsel
In der Dämmerung sind viele Wildtiere unterwegs – besonders außerhalb geschlossener Ortschaften. Auch ein sonst zuverlässiger Hund kann in solchen Fällen plötzlich dem Jagdtrieb folgen. Eine Schleppleine bietet hier Bewegungsfreiheit und gleichzeitig Sicherheit und Kontrolle.
Sicher und entspannt ins Herbstvergnügen!
Die abendliche Dunkelheit ist also kein Grund, die Gassi-Runde ausfallen zu lassen. Mit guter Vorbereitung, reflektierender Ausrüstung und souveränem Verhalten machen Sie den Spaziergang auch in der dunklen Jahreszeit sicher – und für Ihren Hund ebenso spannend wie am Tag.
Gern beantworten wir Ihre Fragen, sprechen Sie uns einfach an.

