Vitamin E – Enorm effizient
Bodyguard für die Zellen, Jungbrunnen für die Haut, Reinigungskraft in den Gefäßen… Vitamin E ist ein Tausendsassa für Gesundheit und Wohlbefinden. Wissen Sie, was es alles kann und wo Sie genug Nachschub finden?
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Streng genommen gibt es das Vitamin E gar nicht. Den Namen teilen sich mehrere Substanzen mit ähnlichen Eigenschaften, Ernährungsprofis nennen sie Tocopherole und Tocotrienole. Die bekannteste und biologisch aktivste Art ist das Alpha-Tocopherol. Diese Gruppe bildet einen Schutzschild für unsere Zellen gegenüber freien Radikalen. Dies sind angriffslustige Sauerstoffmoleküle, die Alterungsprozesse beschleunigen und die Zellen unter sogenannten oxidativen Stress setzen. Hier wirkt Vitamin E! Alpha-Tocopherol und Co. zählen zu den effektivsten Antioxidanzien, die wir kennen. Für die Haut, die sich mehr als andere Organe mit Luftverschmutzung und anderen Umwelteinflüssen konfrontiert sieht, ist Vitamin E effektive Abwehrkraft gegen Schädigungen und Knitterfalten. Wer diese besondere Schutztruppe noch für sich nutzt? Unsere Nerven, Muskeln und die Netzhaut im Auge. Außerdem profitieren andere Vitalstoffe von Vitamin E als Partner, etwa Selen und Beta-Carotin. Last but not least pusht das multifunktionale E-Team das Immunsystem. – Von Saskia Fechte
E liebt F(ett)
Vitamin E ist für den Organismus so wichtig, dass es in allen Geweben vorkommt. Sein Lieblingsplatz ist das Fettgewebe, denn es ist fettlöslich. Daraus ergibt sich eine Konsequenz für die Praxis: Damit es aus der Nahrung in den Körper gelangen und dort aktiv sein kann, braucht es Fette an seiner Seite. Praktischerweise enthalten viele Kerne und Samen wie Sonnenblumenkerne und Nüsse reichlich Vitamin E, sie haben die nötige Fettkomponente direkt intus. Öle aus diesen Quellen sind folglich echte Vitamin-E-Helden. Also in der Küche zu Walnuss-, Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl statt Butter greifen. Veggie-Fans finden in Schwarzwurzeln, Kohl, Paprika und Avocados ebenfalls nennenswerte Mengen der „Tocos“. Für die Mahlzeiten heißt es dann: Diese Zutaten immer mit Öl kombinieren! Faustregel für eine gute Vitamin-E-Versorgung: Täglich zwei Esslöffel Pflanzenöl und eine Handvoll Nüsse.
Praxistipp: Vitamin E ist lichtempfindlich, also Öle in dunklen Flaschen und im geschlossenen Schrank aufbewahren.
Leider oft Mangelware
Eine nationale Verzehrstudie in Deutschland ergab: Etwa jeder Zweite bekommt zu wenig Vitamin E. Ernährungsexperten sprechen von einem „kritischen Nährstoff“. Wer raucht oder unter Stress steht, braucht sogar noch mehr als die Allgemeinheit. Gleiches gilt vermutlich für Menschen mit koronarer Herzerkrankung, Arteriosklerose oder wiederkehrenden Entzündungen, zum Beispiel bei Rheuma. Genauer hinsehen sollten Sie außerdem bei chronischen Darm- oder Lebererkrankungen, die die Fettverdauung beeinträchtigen: Hier ist oft die Verwertung von fettlöslichen Vitaminen vermindert. Nahrungsergänzungsmittel können daher hilfreich sein. Wer chronisch krank ist, kann möglicherweise von speziellen, höheren Tagesdosen profitieren, hier ist ärztlicher Rat gefragt. Vorsicht aber bei der kombinierten Einnahme von Gerinnungshemmern und Vitamin-E-Präparaten, hier kann die Medikamentenwirkung leiden.
Einen Steckbrief über Vitamin E finden Sie auch in unserem Vitalstoff-ABC auf der Flora-Website.
Sprechen Sie uns gern auf das Thema an und lassen Sie sich von uns ganz individuell Ihre Fragen beantworten.

