Samtweiche Problemzonen
Shirts, Shorts und Sandalen haben wieder Hochsaison – und bringen sie ans Licht: Trockene, raue und rissige Haut an Ellenbogen, Knien und Füßen. Wie werden diese Partien wieder streichelzart?
Unsere Haut an Ellenbogen und Knien hat es nicht leicht. Ständig ist sie Druck und Reibung ausgesetzt – durch scheuernde Kleidung, aber auch weil wir die Arme aufstützen oder in die Hocke gehen. An diesen sogenannten Streckseiten des Körpers ist die Haut in viele Falten aufgefächert – damit sie spielend leicht all unsere Arm- und Beinbewegungen mitmacht. Noch dazu fühlt sie sich an wie Leder – zu ihrem eigenen Schutz. Doch diese starke Hornschicht macht sie zugleich so anfällig für Trockenheit.
Der Haut an unseren Füßen geht es übrigens kaum besser. Fersen und Ballen müssen jeden einzelnen Schritt abpuffern. Daher sind sie mit einer Art Polster ausgestattet. Die dickste Haut des ganzen Körpers befindet sich genau hier. Sie ist jedoch schwach durchblutet und verfügt über wenig Talgdrüsen. Feuchtigkeit kann sie schlecht aufnehmen und schon gar nicht speichern. Also: Ran an diese Problemzonen, damit trockene Haut wie ausgewechselt aussieht – und sich auch so anfühlt. Von Stefanie Happ
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Elegante Ellenbogen
Raue und verhornte Ellenbogen fallen oft erst auf, wenn die Hemdsärmel im Frühling kürzer werden. Unschöne Überraschung. Daher vernachlässigen wir diese wichtigen Hautstellen nicht länger, sondern verwöhnen sie fortan zweimal täglich mit einer cremigen Lotion, die feuchtigkeitserhaltende Wirkstoffe wie Urea, (pflanzliches) Glycerin, Hyaluron- oder Milchsäure enthält. In kreisenden Bewegungen einmassieren. Ein Peeling, um abgestorbene Hautschüppchen an trockenen Ellenbogen loszuwerden, wirkt verführerisch – das Rubbeln kann Risse und Reizungen jedoch verschlimmern. Daher sind sanfte Peeling-Gele mit rückfettenden Eigenschaften die bessere Wahl. Sie massieren nur leicht und stärken die Hautbarriere. Mit ihren milden Substanzen wie Salz aus dem Toten Meer oder Salicylsäure wirken sie beruhigend und machen sie aufnahmefähig für Pflegestoffe, die wir zum guten Schluss auftragen, zum Beispiel aus einer Aufbaucreme, die spezielle Fette, sogenannte Ceramide, enthält.
Knie zum Knutschen
In kurzen Kleidern, Röcken und Hosen zeigen wir sexy Beine – aber oft schroffe Knie. Was für ein Kontrast. Damit auch unsere Beinbeuger glatt und geschmeidig daherkommen, hilft nur eins: fleißig cremen. Und zwar mit einer reichhaltigen Körperlotion, die intensiv pflegende Kakao- oder Sheabutter enthält. Wirkstoffe wie diese binden das Wasser in der Haut und verbessern die Elastizität. Noch dazu ziehen sie einerseits schnell ein, andererseits hinterlassen sie einen zarten Schimmer auf der Haut. Wer bekommt bei diesem Anblick keine weichen Knie? Cremes mit Repair-Effekt leisten zwar gute SOS-Arbeit. Nachhaltig gut gepflegt sind Ihre Knie, wenn Sie auf Regelmäßigkeit setzen. Daher tragen Sie am besten täglich eine intensive Feuchtigkeitspflege auf, die gezielt die Schutzbarriere stärkt und zu glatter, weicher Kniehaut beiträgt. Im Bereich Naturkosmetik können Sie aus dem Vollen schöpfen. Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Bienenwachs, Kokos- oder Mandelöl oder auch wundheilender Ringelblume sind wahre Kniestreichler.
Feine Füße
Füße haben in Sommer-Sandalen ihren großen Auftritt – wenn Sie gepflegt sind. Schrundige Fersen und Hornhaut an den Ballen sind dabei nicht nur optische Makel. Durch die feinen Hautrisse können schnell Bakterien eindringen, die womöglich Infektionen auslösen. Das wollen wir vermeiden und setzen uns daher direkt an dieses Fußpflege-Ritual: Zuerst ein warmes Fußbad mit duftenden Essenzen aus Salbei oder Rosmarin aus Ihrer Apotheke. Dann ein Fußpeeling mit Meersalz oder – besonders intensiv – mit Aprikosenkerngranulat. Die feinen Schleifkörnchen schmirgeln Hautschüppchen von den Sohlen und bereiten sie auf das weitere Programm vor: Mit einem (nassen) Bimsstein geht’s der Hornhaut an den Kragen. Hinterher eine hochwertige Schrundensalbe mit Urea, Wollwachs oder Bisabolol aus der Kamille drauf, leichte Baumwollsocken anziehen und wirken lassen – am besten über Nacht. Dann wachen Sie am nächsten Morgen mit Samtpfoten auf, die sich sehen lassen können.
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