Ferien für Fellfreunde

Für Frauchen und Herrchen stellt sich vor der Reise die Frage: Kommen Buddy, Bella und Kitty mit auf Reisen oder bleiben die pelzigen Lieblinge besser zu Hause? Und wer passt auf sie auf?

Als Rudeltiere sind Hunde am liebsten bei ihren Menschen und für viele Besitzer gehören sie im Urlaub einfach dazu. Katzen und Kleintiere sollten wiederum nur mit, wenn sie stressresistent sind, bei kurzer Anreise und entspannten Ferienplänen. – Von Saskia Fechte

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Wohin geht’s?

Reisen die Vierbeiner mit, dann wählen Sie ein tierfreundliches Urlaubsdomizil, etwa spezielle hunde- oder katzenfreundliche Hotels, Ferienhäuser oder Campingplätze. Bei einigen Anbietern von Rad- und Wanderreisen sowie Flusskreuzfahrten sind Hundekumpel ebenfalls ausdrücklich willkommen. Beachten Sie die Bedingungen vor Ort! Darf Ihr Liebling ins Restaurant, an den Strand, in den Bus?

Sie möchten ins Ausland? Beachten Sie das Klima; vor allem nordischen und stumpfnasigen Rassen machen Temperaturen über 25 Grad schnell zu schaffen. Je nach Ziel gelten verschiedene Einreisebestimmungen für Haustiere: Mindestalter, Rassebeschränkungen, Behandlungs- und Impfvorschriften – denken Sie auch an Transitländer und Wiedereinreisebedingungen nach Deutschland! Innerhalb Europas ist oft ein EU-Heimtierausweis gefragt, außerdem gelten die Registrierung durch einen implantierten Mikrochip und eine Haustier-Haftpflichtversicherung als selbstverständlich.

Wie hinkommen?

Transportbox und Autofahren sollte Ihr tierischer Mitfahrer kennen. Sensibelchen bekommen vier Stunden vor Abreise kein Futter mehr, eventuell ein Mittel gegen Reiseübelkeit oder zur Beruhigung. Legen Sie alle zwei bis drei Stunden eine Pause zum Trinken, Fressen und für einen Hundeauslauf ein. Tipp: Bei Abend- und Nachtfahrten ist es kühler und ruhiger. In der Bahn gehören Tiere in eine Box, Hunde mit Maulkorb an die Leine. Fliegen bedeutet puren Stress, vor allem im Frachtraum. Mit in die Kabine dürfen je nach Fluglinie nur Fellchen, die mit Box maximal acht Kilogramm wiegen.

Lieber daheim…?

Vor allem für Katzen und Kleintiere ist eine zeitweise Trennung die beste Lösung. Vor allem Freigänger, alte, kranke und stressanfällige Tiere bleiben besser in ihrer gewohnten Umgebung. Der Glücksfall: „Pflegeeltern“ ziehen vorübergehend ein. Andernfalls sollte mindestens einmal täglich jemand kommen, der füttert, die Toilette säubert und Zeit zum Schmusen und Spielen mitbringt. Kein Bekannter in Sicht? Professionelle Katzensitter kommen täglich ins Haus. Futterautomaten können den Besuchsservice ergänzen.

… oder ins Tierhotel?

Alternativen sind eine Hundepension oder das Tierheim. Sie garantieren qualifizierte Betreuung und einen Sachkundenachweis. Egal wo, checken Sie die Unterbringung: Ist es sauber, geräumig, hektisch? Gibt es einen gemütlichen Schlafplatz, Beschäftigungsmöglichkeiten, Freilauf, Gruppen- oder Einzelzimmer? Wie geht der Betreuer mit seinen Schützlingen um? Vielleicht ist ein Probetag möglich?

PS: Tiersitting – Bestens betreut: Urlaubszeit mit Haustieren

Wo finde ich Anbieter?

Bei der Suche helfen andere Tierhalter, der Tierarzt oder der Verband Deutscher Haushüter-Agenturen e. V. Fragen Sie frühzeitig an und setzen Sie einen Betreuungsvertrag auf. Die Kosten liegen bei etwa 10 Euro für ein Kleintier oder eine Katze und 25 Euro für einen Hund pro Tag – je mehr Luxus, desto teurer.

Was kommt ins Tiergepäck?

Ob im Urlaub oder beim Pfleger: Packen Sie Schlafkörbchen und Decken, das gewohnte Futter und Lieblingsleckerlis, Spielzeug, eventuell Medikamente und die Toilette mit Streu ein. Für den Fall der Fälle zusätzlich Heimtierpass und Kontaktdaten, beispielsweise vom Tierarzt. Halsband mit Handynummer oder GPS-Tracker sind hilfreich, sollte der Schützling sich in der fremden Umgebung verlaufen.

Auf Wiedersehen!

Reisen Sie allein ohne Ihre Fellnase? Dann trainieren Sie vorher das zeitweilige Alleinsein, so ersparen Sie allen Beteiligten viel Stress. Ihr Kommen und Gehen sollte etwas Normales sein. Verzichten Sie auf extralange Kuscheleinheiten, viel Aufhebens und Unruhe vor dem Abschied. Eine Gassi- oder Spielrunde zum Auspowern sind dagegen vorteilhaft. Das Zurückbleiben wird durch vertraute Dinge wie ein kuschliges Körbchen, Leckerlis oder interessantes Spielzeug angenehmer.

Und natürlich stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.

Bild vom Cover des "Naturheilkunde & Gesundheit" Heftes 04/26, aus dem der Text zu diesem Artikel stammt. Der Verlag hat uns die Nutzung freundlicherweise genehmigt.
Text mit freundlicher Genehmigung der S & D Verlag GmbH. Das komplette “Naturheilkunde & Gesundheit” Heft bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke.