Natürlich starke Abwehr
Lachen, Lieben, Lieder singen – so einfach lässt sich Ihr Immunsystem mobilisieren. Wir haben 10 Tipps für Sie, die sogar Spaß machen, Energie geben und helfen, dass Sie gesund durch die dunkle Jahreszeit kommen. – Von Gabriele Hellwig
1) Roter Ginseng – Kraft aus der Wurzel
Wenn Stress und Kälte an den Kräften zehren, lohnt der Griff zu einem echten Naturklassiker: roter Ginseng. Diese Wurzel aus Fernost gehört zu den sogenannten Adaptogenen – Pflanzen, die helfen, innere Stärke zu bewahren und den Körper ins Gleichgewicht zu bringen. Ihre Wirkstoffe können Stresshormone behutsam regulieren. Wie wäre es also mit einer Ginsengkur? Ein paar Wochen lang eine Kapsel oder ein Löffel Tonikum zum Frühstück.
2) Küssen trainiert die Abwehr
Zärtliche Nähe tut nicht nur der Seele gut – sie ist auch ein kleines Trainingslager für unser Immunsystem. Beim Küssen werden unzählige Bakterien und Viren ausgetauscht, auf die der Körper mit der Produktion von Abwehrzellen reagiert. Studien zeigen sogar, dass regelmäßiges Küssen den Stresspegel senken und den Spiegel bestimmter Immunbotenstoffe erhöhen kann. Also ruhig einmal öfter die Liebsten in den Arm nehmen und knutschen …
3) Darm in Balance
Unser Wohlbefinden beginnt im Bauch – hier sitzt ein großer Teil der körpereigenen Abwehr. Fermentierte Lebensmittel wie frisches Sauerkraut, Kefir oder Kimchi sind reich an lebendigen Milchsäurebakterien, die die Darmflora in Balance bringen. Schon ein Löffel am Tag wirkt wie ein kleiner Booster von innen: roh, unpasteurisiert und am besten ganz frisch. Und das Schönste daran: Diese natürlichen Helfer schmecken überraschend fein und belebend.
4) Heiß. Kalt. Wach.
Manchmal genügt ein kleiner Reiz, um Körper und Geist zu beleben. Wechselduschen sind solch ein natürlicher Energie-Kick: Das Spiel zwischen warmem und kaltem Wasser bringt den Kreislauf in Schwung und weckt die Abwehrzellen sanft auf. Zwei- bis dreimal pro Woche nach einer warmen Dusche für etwa 30 Sekunden kalt abbrausen – erst Beine, dann Arme und Oberkörper. Drei Durchgänge sind ideal, immer warm starten und kalt enden. Danach gut abtrocknen.
5) Lachen tut den Abwehrzellen gut
Lachen ist ein echtes Wundermittel – ganz ohne Nebenwirkungen. Es hebt die Stimmung, senkt Stresshormone und aktiviert die natürlichen Killerzellen, die Viren besonders effektiv bekämpfen. Schon zehn Minuten herzhaftes Lachen können den ganzen Körper positiv beeinflussen. Ob bei einem Lieblingsfilm, einem Gespräch mit guten Freunden oder beim bewussten Lächeln in den Spiegel – ein kleiner Freudenmoment pro Tag wirkt wie Training für das Immunsystem.
6) Yoga für die Lymphe
Die Kobra (Bhujangasana) ist eine Yoga-Übung, die den Brustraum öffnet, die Atmung vertieft und den Lymphfluss anregt – einen der wichtigsten Reinigungswege unseres Körpers. So können Immunzellen leichter zirkulieren und ihre Aufgaben besser erfüllen. Legen Sie sich also auf den Bauch, platzieren Sie die Hände unter den Schultern und heben Sie den Oberkörper vorsichtig an. Drei tiefe Atemzüge in den Brustkorb – schon spüren Sie mehr Weite, Wärme und Energie. Am besten gleich morgens, um den Tag mit Leichtigkeit zu beginnen.
7) Tropfenweise Pflanzenkraft
Kratzen im Hals? Dies ist das Signal für natürliche Helfer. Heilpflanzen wie Kapuzinerkresse, Thymian oder Sonnenhut (Echinacea) können das Immunsystem in Schwung bringen – besonders in der Frühphase einer Erkältung. Kombipräparate aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke gibt es als Tropfen oder Tabletten, praktisch für unterwegs oder als kleine Kur durch den Herbst.
8) Duft, der schützt
Ein feiner Duft kann graue Tage heller machen – fast wie ein kleiner Sonnenstrahl für die Seele. Das ätherische Öl von Ravintsara kann sogar noch mehr. Mit seinem frischen, klaren Eukalyptus- Aroma wirkt es wie ein natürlicher Virenblocker. Ein paar Tropfen morgens auf ein Taschentuch geben, tief einatmen, befreien die Atemwege und wecken die Lebensgeister. Abends auf einem Duftstein verteilt, entfaltet Ravintsara seine Kraft leise und behutsam – ein sanfter Begleiter durch die Nacht.
9) Stilles Singen – summend durch den November
Ein leichtes Summen kann mehr, als Sie denken: Es bringt nicht nur die Stimme zum Schwingen, sondern beruhigt auch das vegetative Nervensystem. Die feinen Vibrationen aktivieren den Vagusnerv, entspannen und fördern die Durchblutung der Schleimhäute – ein natürlicher Schutzschild in der Erkältungszeit. Schon zwei Minuten täglich wirken: beim Spaziergang, unter der Dusche oder nebenbei beim Gemüseschneiden. So wird Summen zur stillen Kraftquelle im Alltag.
10) Waldbaden bei Wind
Ein Spaziergang im Wald bringt Körper und Seele ins Gleichgewicht – und bei leichtem Wind wirkt er sogar noch intensiver. Dann verströmen Tannen, Kiefern und Fichten vermehrt Terpene – pflanzliche Duftstoffe, die laut Studien unsere natürlichen Killerzellen aktivieren. Nehmen Sie sich Zeit: langsam gehen, tief einatmen, die frische Luft bewusst wahrnehmen. So wird der Wald bei Wind zu einem stillen Kraftspender.
Wir fragen den Experten: Hilft Zink wirklich bei Erkältungen?
Expertenrat von Apotheker Friedrich Appenzeller: „Zink ist für die Abwehr wie ein kräftiger Espresso am Morgen – es macht die Immunzellen munter und lässt sie schneller reagieren. Wenn’s im Hals kratzt oder die Nase kitzelt, heißt das: Jetzt sofort loslegen, nicht erst abwarten. Je früher, desto besser! Besonders gern empfehle ich Lutschtabletten. Die wirken genau dort, wo die Erkältungsviren als Erstes landen – im Rachen. Wichtig ist nur: nicht irgendwas nehmen. Die Dosis muss passen, und die Form auch. Darum: Kommen Sie vorbei, wir finden das richtige Zink für Sie. So sind Sie in ein paar Tagen schon wieder fit und munter.“
Lesen Sie hier im Blog zur Vertiefung den Artikel: Zink, essentielles Spurenelement.
Noch mehr über Zink (Zn) finden Sie auch in unserem Vitalstoff-ABC.
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