Gut geölt

Was die Haut auf der Schwelle vom Winter in den Frühling braucht, sind Gesichtsöle aus der Apotheke, weiß Stefanie Happ.

Fast geschafft! Der Winter neigt sich dem Ende zu. Auf der Haut hat er jedoch seine Spuren hinterlassen. Trockenheitsfältchen, Rötungen, kleine Pickelchen und Blässe sollen verschwunden sein, wenn der Frühling bald Einzug hält. Beim Wechsel von der kalten in die warme Jahreszeit braucht die Haut Unterstützung. Mit Gesichtsölen aus der Apotheke schaffen Sie (fast) jedes winterliche Hautproblem aus der Welt.

Weitere Pflege- sowie Wohlfühltipps und mehr rund um den Winter finden Sie auch hier im Blog unter dem Schlagwort WINTER.

Trockene Haut

Draußen eisiger Wind, innen warme Heizungsluft. Winterliche Bedingungen mit starken Temperaturschwankungen sind Strapazen für die Haut. Sie fühlt sich trocken an, spannt und legt sich in Knitterfältchen. SOS-Hilfe bieten Gesichtsöle mit natürlichen Wirkstoffen, die den Feuchtigkeitshaushalt der Haut zurück ins Gleichgewicht bringen. Gut geeignet ist kalt gepresstes Aprikosenkernöl. Mit seinem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren stärkt es die Hautbarriere und hilft, Feuchtigkeit zu speichern. Süßes Mandelöl hat reichlich Nährstoffe, vor allem Vitamin E, das die Haut weich und geschmeidig macht. Ideal für reife Haut, die zu Falten neigt, ist das Nachtkerzenöl. Es enthält wertvolle Gamma-Linolensäuren, die hauterneuernd wirken, für Elastizität sorgen und einen gewissen Jungbrunnen- Effekt haben.

Empfindliche Haut

Rissig, rau und leicht gerötet? Sieht so die Haut im Winter aus, dann hat sie sich rauschfreies Hanfsamenöl verdient. Mit seinen vielen Nährstoffen wirkt es entzündungshemmend und wundheilend zugleich. Auch bei Neurodermitis und anderen Hauterkrankungen kann es eine gute Unterstützung sein. Der Duft von dunklem Hanfsamenöl ist gewöhnungsbedürftig. Daher der Tipp: mit süßem Mandelöl mischen und abends vor dem Schlafengehen in kleiner Menge auftragen. Der Klassiker für die empfindliche Haut ist Ringelblumenöl. Es hat antibakterielle Eigenschaften, fördert die Regeneration und ist dabei besonders mild.

Unreine Haut

Gesichtsöl bei fettiger Haut und Pickeln? Bloß nicht, denken viele. Doch es kommt auf das richtige Produkt an. Arganöl fettet nicht. Es reguliert die Talgproduktion und suggeriert der Haut, weniger Fett zu produzieren. Beim Einmassieren dringen die Inhaltsstoffe tief ein und wirken wie ein Entzündungsblocker von innen. Das Hautbild wird feiner, Unreinheiten verschwinden nach und nach. Auf ähnliche Weise wirkt naturbelassenes Traubenkernöl. Dies ist ein leichtes Öl, das schnell einzieht. Es befreit die Poren von Schmutz, hemmt Bakterien und lindert Verhornungen. Ideal für Mischhaut und bei Akne.

Rosiger Teint

Weg mit der Winterblässe. Her mit der Frühlingsfrische. Für einen rosigen Teint sorgt das vielseitige Hagebuttenkernöl aus der Hundsrose. Man nennt es auch Wildrosenöl. Es ist reich an Vitaminen und an Lycopin. Dieser Stoff gehört zu den Carotinoiden und ist ein Pflanzenfarbstoff mit zellschützenden Eigenschaften. Mit seinem Nährstoff-Cocktail bringt Hagebuttenkernöl fahle Haut zum Strahlen und hellt gleichzeitig Verfärbungen und Altersflecken auf. Weil es Falten optisch glätten kann, dabei Feuchtigkeit schenkt und die Poren reinigt, gilt es als Allroundtalent mit Anti-Aging- Potenzial. Das Gesicht wirkt ebenmäßiger und jünger. Morgens und abends nach der Reinigung erst mit erfrischendem Rosenwasser befeuchten, dann wenige Tropfen Hagebuttenkernöl auf Wangen, Kinn und Stirn massieren – so kommt der gewünschte Glow zustande und der Frühling kann kommen.

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Naturheilkunde & Gesundheit Cover 2/21
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