Wilde Malve – Königin der Klostergärten
Die Wilde Malve ist weit mehr als ein bezaubernder Blickfang. Mit ihren vielen unterschiedlichen Inhaltsstoffen ist sie ein Segen für Schleimhäute, Haut und Verdauung.
Purpurfarbene Schönheit
Zart wie Seidenpapier schimmern ihre unzähligen Blüten – purpurfarben und apart durchzogen von dunklen Längsnerven: Ab Mai und den gesamten Sommer hindurch verzaubert die Wilde Malve (Malva sylvestris) mit leuchtenden Blüten, die einen süßen Duft verströmen – eine wahre Insektenweide. Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer fühlen sich vom Malvenduft wie magisch angezogen.
Pflanzenpoesie trifft Heilkunst
Von ihrer Schönheit und langen Geschichte der Heilkunst erzählen die vielen volkstümlichen Namen wie Blaue Pappelblume, Hasen- oder Rosspappel. Besonders charmant: „Käsepappel“. Diese Bezeichnung verdankt die Wilde Malve ihren kleinen, runden Früchten, die an winzige Käselaibe erinnern. „Pappel“ leitet sich vom mittelhochdeutschen pappe (Brei) ab, der als Wickel auf Wunden aufgetragen wurde.
Hauptwirkstoff der Wilden Malve ist der in Blüten und Blättern reichlich vorkommende Pflanzenschleim. Schon im alten China galt er als hochwirksamer Hustenreiz-Stiller, und die Malve an sich als sanfte Heilerin bei Magenbeschwerden.
Karl der Große war es, der um 800 nach Christus verfügte, dass Malva auf seinen kaiserlichen Gütern angebaut werden solle. So machte die Naturschönheit auch in Europa als Heilpflanze Karriere. Der Zusatz „sylvestris“ in ihrem botanischen Namen bedeutet übrigens „im Wald wachsend“ und deutet auf ihren ursprünglichen Lebensraum hin.
Vielseitige Pflanzenkraft
Neben Schleimstoffen enthält die Wilde Malve Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle. Moderne Studien belegen ihre positive Wirkung auf die Verdauung: Die Malve kann bei trägem Darm helfen und chronische Verstopfung lindern und gilt als sanftes Mittel für die Schleimhäute. Ob als wohltuender Tee bei Husten, Magen-Darm-Beschwerden oder zur Unterstützung der Blasen- oder Nierenfunktion, als Pastille, Mundspülung, Gurgellösung oder in beruhigenden Hautcremes – in zahlreichen Produkten aus Ihrer Vor-Ort-Apotheke stecken die Extrakte aus dieser anmutigen Wildblume bis heute.
Sprechen Sie uns gern auf die Malve an.

