Gesund essen für eine starke Haltung

Klar, gesunde Ernährung ist wichtig und richtig! Aber was hat sie mit dem Rücken zu tun? Eine ganze Menge! Wir verraten Ihnen, was ihm „schmeckt“, ihn stärkt und schützt.

Fast Food, Fertiggerichte, süße Limos, Schokoriegel … Jeder weiß, dass diese Ernährungsweise ungesund ist. Doch nur wenige wissen: Sie schadet auch dem Rücken! Nicht nur, weil sie Übergewicht fördert, sondern auch weil sie Muskeln und Knochen schwächt sowie Entzündungen begünstigt. Alles Faktoren, die Beschwerden (mit-)auslösen und/oder verschlimmern können. Aber keine Sorge, jetzt ist nicht Diät angesagt! Mit leckerer mediterraner Kost sind Sie auf der rückengesunden Seite, wie eine Übersichtsstudie der Charité Berlin zeigt. Welche Superfoods unbedingt auf Ihren Speiseplan gehören, verrät Verena Munde.

Proteine & Magnesium für fitte Muskeln

Verspannungen und eine schwache Muskulatur zählen zu den Hauptursachen von Rückenproblemen. Mit dem richtigen Kraft- und Energiefutter, insbesondere Proteinen und Magnesium, können Sie vorbeugen. Proteine sind wichtig für den Muskelaufbau und stecken vor allem in Eiern, Käse, Milchprodukten und Hülsenfrüchten. Magnesium hilft, das muskuläre Wechselspiel zwischen An- und Entspannung zu regulieren sowie Verspannungen und Krämpfe zu vermeiden. Ideale Magnesium-Lieferanten: Nüsse, Kerne, Samen, Haferflocken und Bananen.

Omega-3-Fette hemmen Entzündungen

Entzündliche Prozesse sind typisch für viele rheumatische Erkrankungen, treten aber auch bei Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss auf. Oftmals tragen sie dazu bei, dass Schmerzen chronisch werden. So können Sie gegensteuern: Auf entzündungsfördernde Lebensmittel wie Zucker, tierische Fette, Transfette (Pommes, Chips), Weißmehlprodukte und Alkohol weitgehend verzichten. Entzündungshemmend hingegen wirken Omega-3-Fettsäuren wie in Lachs und Makrele sowie Olivenöl, Nüssen, Samen und Avocado. Auch Gewürze wie Ingwer und Kurkuma verfügen über diese Eigenschaft.

Calcium macht die Knochen stark

Gesunde Knochen stabilisieren das gesamte Skelett, inklusive der Wirbelsäule. Hier kommt es vor allem auf die Versorgung mit Calcium an. Der Mineralstoff stärkt die Knochen und beugt einer Osteoporose (Knochenschwund) vor. Calciumreich sind Hartkäse, Milchprodukte und grünes Gemüse ebenso wie Nüsse und Samen.

Vitamine & Basen gegen Schmerzen

B-Vitamine steuern Nerven- und Muskelfunktionen und wirken leicht entzündungshemmend. Eine prima Quelle sind Vollkornprodukte, insbesondere Haferflocken. Allerdings kann ein Müsli-Frühstück akute Schmerzen nicht stoppen, bildet aber eine gute Basis für einen starken Rücken. Apropos Schmerzen: Studien weisen darauf hin, dass eine Übersäuerung das Schmerzempfinden erhöht. Denn bildet der Körper vermehrt Säuren, bedingt durch den Verzehr von viel Fleisch, Wurst und Fertiggerichten, werden Schmerzrezeptoren an den Muskeln aktiviert. Basenreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst kann Säuren neutralisieren. Ergänzend bekommen Sie Basen-Präparate in Ihrer Apotheke.

Wasser transportiert Nährstoffe

Auch was und wie viel Sie trinken, spielt eine Rolle. Wasser ist der ideale Durstlöscher für den Rücken. Es transportiert Nährstoffe bis in Muskeln und Gelenke und hält die Bandscheiben elastisch. Denn diese bestehen zum Großteil aus Wasser, verlieren tagsüber an Flüssigkeit und müssen nachts wieder auftanken.

Faustregel: Täglich 30 Milliliter pro Kilo Körpergewicht trinken, am besten Wasser mit hohem Mineralstoffgehalt!

Bei Fragen helfen wir Ihnen natürlich gern weiter und beraten Sie.

Bild vom Cover des "Naturheilkunde & Gesundheit" Heftes 03/26, aus dem der Text zu diesem Artikel stammt. Der Verlag hat uns die Nutzung freundlicherweise genehmigt.
Text mit freundlicher Genehmigung der S & D Verlag GmbH. Das komplette “Naturheilkunde & Gesundheit” Heft bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke.