Homöopathische Mittel gegen Erkältung

Erkältung? Nein, danke! Die Einsatzmöglichkeiten für homöopathische Mittel sind vielfältig. Etwa wenn das Immunsystem schwächelt und ein Infekt droht.

PS: Hier finden Sie einen guten Einstiegsartikel zum Thema Homöopathie.

Schnupfen, Husten und Heiserkeit sind keine Beschwerden, denen Sie mit harten Bandagen begegnen müssen. So lästig eine Erkältung auch ist, sie ist in der Regel eine harmlose Geschichte. Sanfte Mittel, die die Abwehrkräfte stärken und Symptome eindämmen, reichen neben etwas Ruhe meist aus.

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Von Saskia Fechte

 

Die Nase läuft

Zu den lästigsten Beschwerden zählen eine verstopfte Nase und anhaltender Schnupfen. Sobald die Nase zu jucken beginnt, setzen viele Homöopathen auf das Wolfsmilchgewächs Euphorbium, um Schlimmeres zu verhindern. Das Mittel soll die Heftigkeit der Erkältung aufhalten und den Infekt abkürzen. Gegen Fließschnupfen und ständigen Niesreiz wirkt Allium cepa aus der Küchenzwiebel. Es hilft, die verstopfte Nase von festsitzendem Sekret zu befreien. Für eine freie Atmung sorgt auch Luffa vom Schwammkürbis – vor allem, wenn Kopfschmerz hinter der Stirn hinzukommt und es direkt zu Beginn der Beschwerden eingenommen wird. Wenn die Erkältung anhält und sich zusätzlich Ohren, Nasenneben- und Stirnhöhlen verengen, kann das Mineralsalz Kalium chloratum helfen. Auch Thuja vom Lebensbaum ist ein häufig eingesetztes Mittel bei anhaltenden Schnupfensymptomen und Nebenhöhlenentzündung. Der Klassiker Belladonna auf Basis der Tollkirsche oder das mit Quecksilber verwandte Cinnabaris sind bei chronischen Beschwerden empfohlen. Geht der Schnupfen seinem Ende zu, können Silicea (Kieselerde) und Sulfur (Schwefel) dem Immunsystem neue Kraft verleihen und die Abheilung unterstützen.

 

Die Augen tränen

Reizungen oder Entzündungen der Bindehaut sind typische Begleiterscheinungen bei einem grippalen Infekt. Linderung verspricht der Klassiker in der Augenbehandlung: Euphrasia, der Augentrost. Ein weiteres bewährtes Homöopathikum für unser Sehorgan ist Belladonna. Es eignet sich für akute Augenentzündungen, die bei Fieber sowie Unterkühlung auftreten und mit hoher Lichtempfindlichkeit einhergehen. Mit Apis aus Bienengift steht der Homöopathie ein weiteres wichtiges Augenmittel zur Verfügung. Es ist vor allem bei brennenden Schmerzen und geschwollenen Lidern angezeigt. Akute Rötungen und Entzündungen am Lidrand oder den Augenhäuten, die in Zusammenhang mit Zugluft stehen, können mit Aconitum vom Sturmhut gelindert werden. Für chronische Augenbeschwerden mit wiederholten Entzündungen und anhaltendem Tränenfluss eignen sich die Mineralienmischung Mercurius solubilis oder mineralische Kohle Graphites.

 

Der Hals kratzt

Kündigt sich eine Erkältung mit erstem Halskratzen an, ist das der typische Zeitpunkt für die Gabe von Aconitum. Den typischen akuten Erkältungshusten mildert der Katzengamander Marum verum. Quält ein trockener Husten, steht Rumex, der Krause Ampfer, ganz vorn auf der Liste der empfohlenen Mittel. Gesellen sich Heiserkeit und Stimmprobleme hinzu, eignet sich Spongia vom Meerschwamm zur Linderung. Eine Hals- oder Mandelentzündung ist ein typischer Fall für Belladonna oder die Mischpräparate Hepar sulfuris und Mercurius corrosivus.

 

Es fröstelt

Aufkommendes Fröstelgefühl und kalte Glieder lindern das Mexikanische Läusekraut Sabadilla oder Camphora (Kampfer). Dulcamara vom Bittersüßen Nachtschatten ist angezeigt bei kalten Füßen und einem erhöhten Wärmebedürfnis bei Wetterumschwung.

 

 

Bei der Auswahl homöopathischer Mittel kommt es darauf an, wo und wann Beschwerden auftreten. Was bessert oder verschlechtert die Symptome? Ausschlaggebend ist zudem die Verfassung des Patienten. Je nach Situation sind verschiedene Mittel oder deren Kombination sinnvoll, hier ist ein Experte gefragt. Finden Sie auch weitere Beiträge zum Thema Homöopathie hier im Blog.

Natürlich stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite, sprechen Sie uns an.

 

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