Frühjahrsputz für den Körper: Basenfasten

Das Basenfasten ist nicht radikal, es ist eine schmale Version des Fastens, ganz natürlich und auch nur für eine oder zwei Woche/n (evtl. auch für etwas länger, aber nicht dauerhaft). Danach ist man zwar keine 20 Kilo leichter, aber 2-4 können es schon sein, wichtiger aber: es sensibilisiert die Wahrnehmung des eigenen Essverhaltens und reinigt den Körper, da die Organe die Rückstände des Überflusses abbauen können. In Verbindung mit einer paar freien Tagen und Wellness-Einheiten werden die Systeme mal wieder auf null gesetzt.

Die Entwicklerin Sabine Wacker setzt dabei auf eine sanfte Entsäuerung des Organismus. Der Ansatz basiert auf der Annahme, dass eine Übersäuerung durch ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts aber auch durch übermäßige Proteinzufuhr die Ursachen für verschiedene Beschwerden (z.B. chronische Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Gicht, Arthrose, Rheuma, Neurodermitis, Osteoporose, Allergien etc.) ist. Die Schulmedizin sieht diesen Zusammenhang zwar nicht zwangsläufig, kann aber auch keine Gründe gegen das Basenfasten vorbringen.

Fakt ist: Der Stoffwechsel des Menschen produziert permanent saure Verbindungen, andere, basische Puffersubstanzen (z. B. Bicarbonat) und -systeme neutralisieren diese im gesunden Organismus und halten den sog. pH-Wert (Maß für den sauren oder basischen Charakter eines Systems) in Geweben und Blut konstant neutral. Einen großen Beitrag zur Entsäuerung leisten auch die Lunge (Sauerstoffzufuhr) und die Nieren (Ausschwemmung über den Urin). Die Theorie besagt, dass durch nicht ausreichende Neutralisierung die überschüssigen Säuren und Proteine im Bindegewebe geparkt werden und der Körper zusätzliche Mineralstoffe aus dem Körper abzieht, um diese zu neutralisieren. Im Übermaß kann darin eine Ursache für chronische Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Gicht, Arthrose, Rheuma, Neurodermitis, Osteoporose, Allergien, Cellulitis, stumpfe Haare, brüchige Nägel und auch Übergewicht gefunden werden.

Für den Säure-Basen-Haushaltspielt die Ernährung eine extrem wichtige Rolle. Durch den Verzehr basenbildender Lebensmittel (in angepasster Menge bezogen auf die körperliche Aktivität) werden die eingelagerten Säuren aus dem Bindegewebe ausgeschwemmt, gleiches gilt auch für mineralische Nahrungsergänzungsmittel.

Ob ein Lebensmittel ein Säure- oder Basenbildner ist, entscheidet nicht der Geschmack sondern der Stoffwechselweg im Organismus. Entstehen während des Abbaus mehr saure als basische Verbindungen, gilt das Nahrungsmittel als Säurebildner.

Säurebildner sind beispielsweise Camembert, Gouda, Parmesan, Quark, Milchschokolade, Cornflakes, Haferflocken, Linsen, Erdnüsse, Forelle, Rindfleisch, Salami, Roggenmischbrot, Spaghetti etc.

Basenbildner sind beispielsweise Ananas, Apfel, Kiwi, Orange, Banane, Johannisbeere, Tomate, Aubergine, Blumenkohl, grüne Bohnen, Karotte, Paprika, Sellerie, Spinat etc.

 

Okay, soviel zur Theorie, was ist konkret zu tun?

Für ein bis zwei Wochen werden alle säurebildenden Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen.

Drei bis fünf kleine Mahlzeiten sind beim Basenfasten am Tag erlaubt. Obst, Gemüse, Wasser, Säfte aus Gemüse und Kräutertee sind die bevorzugten Nahrungsmittel. Fleisch-, Wurst- und Milchprodukte, Fisch, Süßigkeiten, Teigwaren, Kaffee, Alkohol sind tabu!
In der Fastenwoche sollten sie zudem für viel Bewegung mit frischer Luft aber auch ausgedehnte Ruhephasen achten. Zudem ist es sehr, sehr wichtig, die Nieren bei der Arbeit zu unterstützen. Trinken Sie täglich viel (lieber drei als zwei Liter) stilles Wasser oder auch Kräutertee (nicht aber schwarzen, grünen, Rooibusch- oder Früchte-Tee).

Zudem sind ergänzende Darmreinigungen (keine Angst davor, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker) ein Thema, um das Basenfasten zu unterstützen. Ebenfalls (nach Absprache) können Basenpräparate wie z.B. BASENTABS pH-balance PASCOE® den Erfolg fördern.

 

Es gibt Hotels und Kurbetriebe, die eine Woche Basenfasten mit allem drum und dran als Kurpaket anbieten. Das macht es natürlich einfacher, einen Einstieg in die Welt des Fastens zu bekommen, ist aber auch eine Frage des Geldbeutels.

Für die Zusammenstellung der kleinen Mahlzeiten gibt es im Internet viele Sammlungen von Rezepten (vgl. auch Links am Artikelende) zum Basenfasten, notfalls kann man auch Kochbücher kaufen. Kleiner Tipp: Während der Fastenwoche sollten sie Obst und Rohkost nur bis 14 Uhr und generell die letzte Mahlzeit nicht nach 18 Uhr zu sich nehmen. In der Fastenwoche bekommt man am Tag etwa 700-1000 Kalorien, was zu einem leichten Gewichtsverlust führt (Abnehmen ist reine Mathematik, es müssen dauerhaft mehr Kalorien verbraucht als zugeführt werden). An dieser Stelle kann der Stoffwechsel auch mit einer individuell abgestimmten vitamin-, mineral- und spurenelementliefernden orthomolekularen Rezepturanfertigung unterstützt werden, um Mangelzuständen vorzubeugen sowie insbesondere durch Gaben von Carnitin, Vitamin B1, Vitamin B6 sowie Vitamin B12den Fettstoffwechsel und damit Abbau der überflüssigen Depots aufrechtzuerhalten. Auch die Verbrennung der lästigen angehäuften Kohlehydrate in den Leberdepots kann man mit gezielten Gaben von Chrom, Mangan, Molybdän und einem gut abgestimmten Vitamin B-Komplex mit Folsäure fördern.

Die Leber kann sich dann in dieser Zeit wesentlich stärker um Entgiftungsprozesse z.B. von Altlasten auch aus Schwermetallbelastungen kümmern, daher achten wir auch auf entsprechenden Gehalt an Selen, Curcumin, Glutathion, Methionin sowie Desoxycholsäure. Weiterhin ergänzen wir bei unseren Mischungen einen ausgewogenen Anteil an reinen verzweigtkettigen Aminosäuren, um dem muskulären Abbau nicht nur vorzubeugen, sondern trotz der Ernährungsreduktion aufzubauen.

Viel Interessanter ist der Effekt auf das eigene Ernährungsverhalten mit Wirkung auf die Zeit nach dem Fasten. Hat man erst einmal gemerkt (durch die selbst auferlegte „Zwangswoche/n“), dass eine säurearme Ernährung gut tut, leicht zu kochen ist und sättigt sowie schmeckt, fällt die Umstellung auf eine langfristig gesundere Ernährung leichter. Es öffnet sich für Sie eine Tür…

Genau dieser Effekt ist das Ziel des Basenfastens, die akute Ausschwemmung eingelagerter Säuren und der kleine Gewichtsverlust sind angenehme Nebeneffekte.

 

Ein letzter Hinweis: In der Woche nach dem Basenfasten sollte man sich langsam wieder an seine normale Kost gewöhnen, also bitte nicht gleich einen fettigen Braten mit mehreren Bieren verspeisen. Behalten Sie sich die neue Ernährung im Hinterkopf und legen sie häufiger mal einen Tag oder zumindest eine Mahlzeit mit basenbildener Kost ein. Hinterfragen Sie Ihre Ernährung immer mehr und stellen Sie nach und nach immer mehr auf Gemüse, Obst und Wasser um. Keine Angst, sie sollen ja kein Vegetarier werden… Immer nur kleine Schritte machen, die keinen inneren Stress oder Widerstand auslösen. Vermeiden Sie darüber hinaus zu starke körperliche Belastung und gönnen Sie Ihrem Körper und Ihrer Seele die nötige Ruhe.

 

Probieren Sie es aus

Wir meinen, dass eine oder zwei bewusst eingelegte Wochen Basenfasten (es muss nicht wirklich als Kururlaub gebucht werden) dem Körper grundsätzlich gut tun, egal, ob man an den Zusammenhang von Säureüberschuss und o.g. Krankheiten anerkennt oder nicht. Die Maßnahme schärft das Bewusstsein für die eigene Ernährung. Wichtig ist, sich im Vorfeld ein paar Gedanken über den Speiseplan sowie Wellnessmöglichkeiten zu machen, zudem empfiehlt es sich, die Tage frei zu nehmen, so dass man entspannt und sorgenfrei in die Woche starten kann. Fastenprofis schaffen die Fastenwoche aber auch neben der Arbeit.

 

Haben Sie es schon einmal probiert? Wie sind Ihre Erfahrungen? Nutzen Sie gern die Kommentarfunktion.

Wenn Sie weitere Fragen haben, z.B. auch zur Darmreinigung, sprechen Sie uns gerne an.

 

Quellen & vertiefende Informationen:
- DAS PTA MAGAZIN 03/2014, S. 51 f.
- www.basenfasten.de
- www.brigitte.de, Basenfasten Infos und Rezepte
- www.fuersie.de, Erfahrungsbericht: Eine Woche Basenfasten
- Liste saurer und basischer Lebensmittel