Sind das schon die Wechseljahre

Welche Anzeichen sprechen dafür, dass die Produktion des Hormons Östrogen allmählich abnimmt – und welche Folgen hat das für Körper und Seele?

Die eine fürchtet sich vor ihnen, die andere sehnt sie geradezu herbei. Die Wechseljahre gehören zu den ganz großen Einschnitten im Leben einer Frau. In dieser Phase verändert sich vieles: Die lästigen Monatsblutungen hören endlich auf. Die andere Seite ist: Auch der fruchtbare Lebensabschnitt geht nun vorüber. Die Wechseljahre haben ihre Vor-, aber auch ihre Nachteile. Doch wie kündigen sich diese großen Veränderungen überhaupt an?

 

Eine Phase des Umbruchs

Die Wechseljahre, der Name sagt es bereits, sind eine Zeit des Umbruchs. Selten sind sie über Nacht plötzlich da. In der Regel schleichen sie sich ein. Nach und nach ist auf die Periode nicht mehr zu 100 Prozent Verlass. Die »Tage« kommen unregelmäßiger als noch in den Jahren zuvor. Erst wenn die monatlichen Blutungen ungewöhnlich stark ausfallen oder so schwach werden, dass sie kaum noch der Rede wert sind, schöpfen die meisten Frauen ab Mitte 40 allmählich Verdacht: Sind das schon die Wechseljahre?

 

Hormone auf Kurswechsel

Eine veränderte Regelblutung ist eines von vielen ersten Anzeichen, dass der weibliche Hormonhaushalt auf Kurswechsel geht. Mit den Wechseljahren sinkt der Anteil des Geschlechtshormons Östrogen im Körper. Je geringer der Pegel ist, desto stärker werden die Signale, die früher oder später jede Frau zu spüren bekommt.

 

Gefühle fahren Achterbahn

Viele Frauen erinnern sich noch lebhaft: Mit 20 fühlten sie sich wie Murmeltiere, heute fällt das Schlafen gar nicht mehr so leicht. Eine scheinbar grundlose innere Unruhe hindert beim Hinabgleiten ins Land der Träume. Als wenn das noch nicht genug ist: Viele Wachphasen stören die ersehnte Nachtruhe. Wenn der erholsame Schlaf fehlt, dann leidet auch die Belastbarkeit am Tag. Gereiztheit kann sich breitmachen. Die Nerven sind vielleicht keine Drahtseile mehr, sondern fühlen sich eher wie feinste Spinnweben an. Viele Frauen in den Wechseljahren leiden unter diesen Stimmungsschwankungen. An manchen Tagen fahren die Gefühle Achterbahn, an anderen ist alles in Butter. Eine sehr emotionale Zeit. Doch zum Glück gibt es Hilfe – auch aus der Natur und in Ihrer Apotheke sowieso. Fragen Sie dort, welche Arzneipflanzen Ihnen in dieser Phase des Lebens helfen können.

 

Der Körper verändert sich

Viele Frauen nehmen körperliche Veränderungen sehr direkt wahr, andere spüren zum Glück kaum etwas. Unangenehm kann Brustspannen sein. Der Fachmann sagt: Mastodynie. Ein schmerzhaftes Ziehen in den Brüsten mit einer ungekannten Druckempfindlichkeit. Schade: Die Lust auf Sex kann nachlassen. Scheidentrockenheit ist plötzlich auch so ein Thema. Schuld ist wieder der wechseljahresbedingte Mangel am weiblichen Hormon Östrogen.

 

Schmerzen und Schweiß

Manche Frauen in den Wechseljahren klagen auch über Herzrasen ohne ersichtlichen Grund. Wieder andere haben plötzlich ungewöhnlich oft mit Kopfschmerzen zu tun. Ein weitverbreitetes Anzeichen für die Wechseljahre ist die sogenannte »fliegende Hitze«. Wie aus dem Nichts läuft der Kopf hochrot an und der Schweiß rinnt aus allen Poren. Hitzewallungen braucht eigentlich niemand, trotzdem kämpfen mit diesen Symptomen mehr als 30 Prozent aller Frauen, wenn sie das gewisse Alter erreicht haben. Versuchen Sie es zunächst mit Salbeitee, der wirkt schweißhemmend – oder fragen Sie Ihren Apotheker.

 

Anders schön

Leugnen lässt es sich nicht: Wechseljahre haben etwas mit dem Älterwerden zu tun. Aber wer behauptet, dass diese Reife zwangsläufig etwas Negatives bedeutet? Auch wenn die Haut nicht mehr so glatt aussieht und das Bindegewebe langsam nachlässt, heißt das nicht, dass Frauen ihre Schönheit hinter sich gelassen haben. Lachfalten sind ein Zeichen von Lebenserfahrung. Und ein paar Pfunde mehr auf den Rippen sind ein Indiz dafür, dass Frauen ab 40 verstanden haben, das Leben zu genießen. Östrogenmangel hin oder her – Wechseljahre sollten niemals eine Leidenszeit darstellen, sondern die Epoche, in der Frauen einfach »anders schön« sind – nämlich von innen heraus und einfach bezaubernd.

 

Die Sache mit dem Gewicht

So ist es nun mal: Mit den Wechseljahren kommen ein paar mehr Kilos als vorher auf die Waage. Bei den meisten Frauen ist das so. Der Körper braucht jetzt weniger Kalorien als früher, er verbrennt auch langsamer. Wir können uns darauf einstellen, indem wir mehr Gemüse und Obst essen und weniger Fettiges und Süßes. Mehr Bewegung im Alltag hat zudem noch niemandem geschadet. Leichter Ausdauersport kann ein gutes Mittel gegen sämtliche Wechseljahresbeschwerden sein. Schon ausgiebige Spaziergänge können Wunder bewirken. Glücksgefühle werden ausgeschüttet, der Schlaf verbessert sich, der Kopf wird frei, Muskeln und Gelenke fühlen sich entspannt an. Obendrein steigert sich auch wieder die Lust auf körperliche Nähe zum Partner. Was will frau mehr?

 

Übrigens: Frauen in den Wechseljahren, die viel Sport treiben, haben nachweislich weniger mit Hitzewallungen zu kämpfen als die, die der Bewegung aus dem Weg gehen.

Also starten Sie durch – und gehen Sie auch in Ihre Apotheke. Dort bekommen Sie die Mittel, die Ihnen diese wichtige Phase im Leben erleichtern. Welche natürlichen Präparate Ihnen jetzt helfen können, erklären wir Ihnen hier im Blog in einigen Artikeln:

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Naturheilkunde & Gesundheit special cover-01-2020
Text mit freundlicher Genehmigung der S&D Verlag GmbH. Das komplette “special” bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke als Beilage in der “Naturheilkunde & Gesundheit”.