Wasser ist lebenswichtig

Nimmt der Mensch zu wenig Flüssigkeit auf, wird der Stoffwechsel gestört und die körperliche wie geistige Leistungsfähigkeit lässt stark nach! Mancher Erwachsene verspürt im Alltag kaum Durst und Kinder vergessen oft das Trinken beim Toben im Freien. Das bleibt nicht ohne Folgen! Flüssigkeit ist für die Gesundheit lebensnotwendig, denn der Körper besteht zu 70 Prozent seines Gesamtgewichtes aus Wasser. Der Mensch verliert täglich durch die Verdunstung über Haut und Atem und die Ausscheidung über Nieren und Darm 1,5 Liter Flüssigkeit. Gleichzeitig gehen auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente verloren. Warten Sie nicht auf den großen Durst! Gerade an heißen Tagen muss reichlich getrunken werden, damit der Körper frisch und leistungsfähig bleibt!

 

Etwa ein Drittel der Flüssigkeit ersetzen wir durch unser Essen. Kalte Suppen und stark wasserhaltige Obst- und Gemüsesorten wie Wassermelonen, Beeren, Gurken und Tomaten sind bei heißem Wetter in Salaten oder als kleine Mahlzeiten eine leichte, erfrischende Kost. Weil bei sommerlichen Temperaturen und je nach körperlicher Aktivität mehr Schweiß fließt, muss auch mehr als die sonst empfohlenen 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit getrunken werden. Der Flüssigkeitsbedarf kann auch schon mal, z.B. bei Sportlern, doppelt bis dreifach so hoch sein. Aber eine Übertreibung ist auch schädlich. Zu viel Flüssigkeit löst einen starken Harndrang aus und dadurch werden vermehrt wasserlösliche Vitamine ausgeschieden. Der gesamte Stoffwechsel kann aus dem Gleichgewicht kommen.

 

Wasser…

… unterstützt den Stoffwechsel
Beim ersten Schluck Wasser werden die Schleimhäute im Mund befeuchtet und mit ausreichend Flüssigkeit wird die aggressive Magensäure verdünnt. Wasser sorgt dafür, dass die mit der Nahrung aufgenommenen Ballaststoffe im Darm aufquellen können. Vom Darm aus gelangt das Wasser ins Blut und dies fließt zu den Nieren. Dort werden Abfallstoffe des Stoffwechsels in die Blase weitergeleitet. Wasser dient hier wieder als Transportmittel, außerdem werden Blase und Harnleiter gespült und von Keimen befreit. Wer genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, vermeidet Verstopfungen sowie Störungen des Mineralstoff- und Wasserhaushaltes und der Nierenfunktion.

… schützt vor Krankheitserregern
Zu den Aufgaben der Schleimhäute, sie befinden sich unter anderem in der Nase, im Mund und in den Bronchien, gehört es Krankheitserreger abzuwehren. Das können sie aber nur, wenn sie feucht gehalten werden. Bei Wassermangel trocknen sie aus, verlieren ihre Schutzfunktion und der Mensch wird schneller krank. Trockene Luft in den Räumen, hervorgerufen durch Heizen oder Klimaanlagen, trocknen die Schleimhäute zusätzlich aus. Auch wer schon krank ist und etwa eine Bronchitis hat, sollte viel trinken, denn Wasser löst den Schleim.

… schützt die Zähne
Fast jeder Vierte leidet unter Mundtrockenheit. Die Ursachen sind vielfältig, angefangen von Begleiterscheinungen bestimmter Krankheiten, über Medikamente oder Rauchen. Oft wird einfach zu wenig getrunken. Speichel, er besteht zu mehr als 99 Prozent aus Wasser, hat wichtige Schutzfunktionen. Die im Speichel enthaltenen Calcium-, Phosphat- und Fluoridionen remineralisieren die Zahnsubstanz. Je mehr Speichel entsteht, desto besser ist der Wiedereinbau von zahnhärtenden Mineralstoffen in den Zahnschmelz. Außerdem dient der Speichel als Puffersystem und neutralisiert die für die Zähne schädlichen Säuren. Erkrankungen wie Karies und Zahnfleischentzündungen werden so vorgebeugt. Wenn die Spucke wegbleibt, kommt es zusätzlich zu Schluckbeschwerden und schlechtem Atem. Der Speichelfluss kann angekurbelt werden durch genügend Flüssigkeit und durch gründliches Kauen. Kaugummikauen und zuckerfreie Bonbons lutschen unterstützt die Speichelbildung.

… hält die Haut elastisch
Jede Zelle des Körpers enthält Wasser. Bekommt der Körper zu wenig Flüssigkeit, braucht er es in erster Linie für andere Funktionen und zieht es von der Haut ab. Sie verliert an Spannkraft und Elastizität! Erst durch ausreichend Flüssigkeit werden die Feuchtigkeitsdepots wieder aufgefüllt und die tieferen Hautschichten mit Feuchtigkeit versorgt. Über die Haut wird auch die Temperatur reguliert. Schweiß, der zu 99 Prozent aus Wasser besteht, legt sich auf die Haut und sorgt so für Abkühlung. Auch ohne zu schwitzen verdunstet über die Haut etwa dreiviertel Liter Wasser pro Tag.

… lässt Blut gut fließen
Blut enthält über 80 Prozent Wasser. Im Wasser lösen sich Salze, Vitamine und Mineralstoffe, die mit dem Blut dorthin gebracht werden, wo der Körper sie braucht. Die Nieren entziehen dem Blut Wasser, das dann als Transportmittel dient. Bei einem Wassermangel wird das Blut dickflüssiger, fließt langsamer und der Blutdruck sinkt. Das Herz muss mehr pumpen und schlägt schneller. Der Mensch fühlt sich dann häufig schlapp und müde, klagt über Kreislaufprobleme, Schwindel und Übelkeit, manchmal kommt es zu Herzrasen.

… verbessert das Gedächtnis
Das Gehirn besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Die Flüssigkeit ist ein Schutz vor Erschütterungen, federt ab und dient als eine Art Stoßdämpfer. Wasser wird aber auch für eine reibungslose Arbeit benötigt. Wer ausreichend trinkt, profitiert von einem klaren Kopf, innerer Ruhe sowie guter Konzentrations- und Merkfähigkeit. Wird dagegen zu wenig getrunken, warnt das Gehirn mit auftretenden Kopfschmerzen und nachlassender Konzentration. Schon ein Flüssigkeitsmangel von zehn Prozent kann zu einer geistigen Verwirrung führen. Besonders bei älteren Menschen lässt das Durstgefühl nach und sie vergessen das Trinken. Auch Mundtrockenheit durch Erkrankung oder Medikamenteneinnahme, Schluckbeschwerden oder eine Demenz können regelmäßiges Trinken erschweren.

 

Idealerweise haben Getränke, die Durst löschen sollen, keine Energie, aber ausreichend Mineralsalze. Empfehlenswert sind kalorienfreie oder -arme Getränke wie Wasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees und verdünnte Obstsäfte. Stark gesüßte Getränke wie Limonade und andere Softdrinks sind aufgrund ihres Kaloriengehaltes weniger geeignet. Auch Light-Getränke mit künstlichen Süßstoffen sind keine guten Durstlöscher, da es bei zu großen Trinkmengen, je nach eingesetztem Süßstoff, leicht zu Durchfall kommt. Der hohe Wasser- und Mineralstoffverlust muss dann durch eine geeignete Flüssigkeit ersetzt werden, sonst droht eine Dehydration. Wem Wasser pur zu langweilig ist, mischt leckere Mixgetränke oder Wellnessdrinks. Manchmal genügt schon ein Spritzer Zitronenoder Orangensaft! Minze- und Zitronenmelisseblätter geben dem Mineralwasser einen kühlen und erfrischenden Geschmack.

 

Mal ganz nebenbei: Erfrischende Teesorten, Kräutertees und Säfte gibt es in Ihrer Apotheke!

 

Wasser mit Geschmack – Rezeptideen

Roadrunner

Leckerer vitamin- und natriumreicher Energiespender.

Zutaten für 2 Longdrinkgläser à 300 ml
3 g frische Ingwerwurzel (daumennagelgroß)
200 ml Möhrensaft
1 Tropfen Sonnenblumenöl
50 ml Mangosirup
250 ml natriumreiches Mineralwasser mit Kohlensäure
Eiswürfel aus natriumreichem Mineralwasser
1 frische Mango zur Dekoration

Zubereitung
Ingwerwurzel schälen und den Saft mithilfe einer gut gereinigten Knoblauchpresse in den Möhrensaft pressen.
In zwei Longdrinkgläser einige Eiswürfel geben.
Möhrensaft mit Sonnenblumenöl und Mangosirup vermischen.
Die Longdrinkgläser bis zur Hälfte füllen und dann mit stark sprudelndem, natriumreichem Mineralwasser auffüllen.
Mit dünn geschnittenen Mangospalten dekorieren.

 

Fresh Up Cocktail

Zutaten für 2 Gläser à 300 ml
80 ml Rhabarbersaft
60 ml schwarzer Tee
3–4 TL Vanillezucker
10 Zweige Zitronenmelisse
Mineralwasser mit Kohlensäure
Eiswürfel

Zubereitung
Den Tee zubereiten und abkühlen lassen.
Anschließend alle Zutaten ohne das Mineralwasser und die Eiswürfel in ein Longdrink-Glas geben und gut verrühren.
Das Glas mit Eiswürfeln füllen, mit Mineralwasser aufgießen und nochmal kurz verrühren. Mit etwas Zitronenmelisse garnieren.

 

Grüner Buddha

Zutaten für 2 Gläser à 150 ml
2 Teebeutel „Grüner Tee“
1 Limette
2 Zweige frische Zitronenmelisse
300 ml magnesiumhaltiges Mineralwasser (mindestens 50 Milligramm Magnesium pro Liter)

Zubereitung
Den grünen Tee mit 50 ml gekochtem, leicht abgekühltem Wasser aufgießen, 3 Minuten ziehen lassen, durch ein Sieb seihen und abkühlen lassen.
Den Tee mit dem Saft der ausgepressten Limette vermischen und auf die Gläser verteilen. Mit gut gekühltem, stark sprudelndem Mineralwasser auffüllen und je einen Zitronenmelissezweig hineingeben.

 

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Text mit freundlicher Genehmigung der S & D Verlag GmbH. Das komplette Naturheilkunde und Gesundheit Heft bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke.
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