Salbei stoppt Schwitzattacken – Coole Pflanze

Wenn die Temperaturen mal wieder durch die Decke gehen, verspricht Salbei Abkühlung – innerlich wie äußerlich. Wie schafft die Pflanze das nur?

Pflanzensteckbrief

Name: Salbei
Botanisch: Salvia officinalis
Gattung: Lippenblütler
Duft: herb, krautig, würzig
Wirkung auf den Körper: antiseptisch, adstringierend, entzündungshemmend, schleimlösend, schweißhemmend.
Wirkung auf den Geist: anregend, belebend, klärend, nervenstärkend
Anwendung: für die Atemwege, bei niedrigem Blutdruck, bei Schwächezuständen, gegen Hitzewellen und Schweißausbrüche, bei rheumatischen Beschwerden.

Salbei wird vorgestellt von Stefanie Deckers, Bild: Flora

Ist das heiß …

Was tun wir uns nicht alles an, um im Sommer nicht im Schweiß zu stehen? Die einen legen sich Achselpads unter die Arme, andere verlassen ohne ein Deodorant in der Tasche das Haus nicht mehr. Schwitzen scheint gesellschaftlich verpönt zu sein. Dabei sprechen wir doch von einem hochintelligenten, körpereigenen Kühlmechanismus. Erst die Schweißperlen auf der Haut machen es möglich, dass wir bei sommerlicher Hitze cool bleiben. Schwitzen hat eine wichtige Funktion, die wir nur unter gewissen Umständen unterbinden sollten.

Meistens sind es ästhetische Gründe, die dafürsprechen, nasse Schweißflecken auf der Kleidung zu vermeiden. Um der Diskussion über herkömmliche Deodorants mit Aluminiumsalzen aus dem Weg zu gehen, versuchen Sie es einmal mit diesem alternativen Schweißhemmer aus der Natur.

Salbei ist das Kraut, dem eine besonders hohe antihydrotische Wirkung nachgesagt wird. Studien belegen eine Schweißreduktion von bis zu 50%. Die enthaltenen ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe bewirken, dass sich die Schweißdrüsen zusammenziehen. Es tritt weniger Schweiß aus. Gleichzeitig haben Salbeiextrakte einen Einfluss auf das zentrale Nervensystem und regulieren das Temperaturzentrum im Gehirn. Für einen Salbeitee brauchen Sie Salbeiblätter aus der Apotheke. 6 TL auf einen 1/2 Liter Wasser aufsetzen und lauwarm trinken. Nicht dauerhaft anwenden!

Schwitzattacken kommen und gehen. Entweder bei brütender Sommerhitze, im Sport, oder wenn wir unter Stress stehen. Nervöse Schweißausbrüche kennen wir alle: Vor einer Prüfung, einem Auftritt oder einer wichtigen Verabredung bricht der Schweiß aus. Wie unangenehm. Salbeitinkturen aus der Apotheke können helfen. Beim Gurgeln ist der erfrischende Effekt augenblicklich spürbar.

Viele Frauen ab der zweiten Lebenshälfte klagen darüber: Hitzewellen. Ursache ist der sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren. Das Temperaturzentrum gerät aus dem Takt und löst von Zeit zu Zeit Schwitzfluten aus. Salbei gehört zu den hormonaktiven Heilpflanzen mit östrogenartiger Wirkung. „Fliegende Hitze“ ist – mit etwas Glück – wie weggepustet. Salbeihydrolate mit Sprühfunktion haben sich besonders bewährt. Auch Wadengüsse oder Armbäder mit einem Sud aus Salbeiblättern sind erfrischend und hemmen den Schweißfluss.

Schweiß ist zunächst eine geruchsneutrale Körperflüssigkeit. Erst wenn Bakterien anfangen, den Schweiß in seine Einzelteile zu zersetzen, wird es unangenehm. Salbei wirkt antibakteriell und verhindert, dass es müffelt. Deodorants mit Salbeiextrakten duften herb und sorgen für trockene Achseln.

Aber bitte:

  • Vorsicht bei Bluthochdruck.
  • Nicht in der Schwangerschaft anwenden.

Wenn Sie Salbeiprodukte beziehen möchten oder Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an, wir beraten Sie gern.

 

 

Naturheilkunde & Gesundheit
Text mit freundlicher Genehmigung der S & D Verlag GmbH. Das komplette „Naturheilkunde & Gesundheit“ Heft bekommen Sie auch bei uns in der Apotheke.